Schäden und Verletzte: Starkes Erdbeben im Westen der Türkei

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Türkei – Ein starkes Erdbeben hat am Samstagabend weite Teile der Westtürkei erschüttert. Betroffen war vor allem die Provinz Manisa. Nach ersten Angaben des Kandilli-Observatoriums erreichte das Beben Magnitude 5.2. Das Epizentrum lag demnach nahe der Stadt Akhisar, rund 60 Kilometer nordöstlich von Izmir. Dort waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. Das Schüttergebiet reichte bis in die Bosporusmetropole Istanbul.
Die Epizentralregion ist dicht besiedelt. Mit größeren Schäden ist zu rechnen.

Update 19:36 Uhr
Behörden haben nach dem Erdbeben erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Teams zur Inspektion möglicher Schäden sind in der Region unterwegs, zudem wurden Ärzte abgestellt.
Nach erste Erkenntnissen kam es in mindestens drei Städten zu Gebäudeschäden. Überwiegend handelt es sich um Risse in Mauern. An drei Häusern wurden bislang größere Schäden festgestellt.
Ein 24-jähriger, gebürtig aus Diyarbakir, wurde bei der Flucht aus dem Haus von einem einstürzenden Schornstein getroffen und leicht verletzt.

Update 28. Mai, 09:16 Uhr
In den vergangenen Stunden haben weitere Erdbeben, teils über Magnitude 4, die Bewohner der betroffenen Orte verängstigt und für eine schlaflose Nacht gesorgt. Größere neue Schäden wurden allerdings nicht verursacht. Durch das Hauptbeben am Samstagabend sollen mehrere dutzend Lehmziegelhäuser stark beschädigt worden sein. In 31 Zelten, die vom Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt wurden, sind die betroffenen Familien untergebracht. Weitere sind zunächst bei Angehörigen untergekommen.

Update 10:13 Uhr
Die Erdbebenaktivität hält auch am Vormittag weiter an. Erneut gab es mehrere Beben bis Magnitude 4. Insgesamt registrierten die Türkischen Behörden bereits über 130 Erdbeben (seit dem Hauptbeben), wovon viele am Epizentrum deutlich zu spüren waren.

Update 16:16 Uhr
Dutzende Häuser wurden durch das Haupt- und die andauernden Nachbeben beschädigt. Mehrere hundert Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht. Behörden warnten, dass die Erdbebenaktivität mehrere Tage anhalten könnte. Beschädigte Gebäude sollten nicht betreten werden. Viele von ihnen sind unbewohnbar.

wird fortgesetzt, sobald weitere Informationen verfügbar sind…

In der Provinz Manisa kommt es seit Wochen immer wieder zu schwarmartig auftretenden kleinen Beben. Auch zwei größere Erdbeben, die Schäden verursacht haben, wurden bereits registriert. Beide Beben traten am 21. April auf und erreichten jeweils M5.1.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 17:53 Uhr

Magnitude: 5.2

Tiefe: 13 km

Spürbar: Ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrscheinlich

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.


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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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