Nach Erdbeben in Grönland: Verletzte und Vermisste nach Tsunami

Share Button

Grönland – Infolge eines mittleren Erdbebens hat am Samstagabend ein Tsunami die Westküste von Grönland getroffen und dabei mehrere Häuser überschwemmt.
Nach Angaben der grönländischen Behörden ereignete sich das Beben der Stärke 4.0 rund 30 Kilometer nördlich von Uummannaq am Rande eines Fjordes, wie dänische und grönländische Medien berichte. Demnach kam es durch das Beben zu einem größeren Erdrutsch, infolge dessen Eis- und Geröllmassen im Fjord einen Tsunami ausgelöst haben.
Gegen 22:15 Uhr Ortszeit wurde das Dorf Nuugaatsiaq getroffen, wo zahlreiche Häuser durch die Wassermassen zerstört wurden. Rettungskräfte konnten noch in der Nacht zahlreiche Menschen aus überschwemmten Häusern retten. Etwa 100 Menschen konnten in einer Notunterkunft in Uummannaq untergebracht werden. Ob es Tote oder Verletzte gibt, kann zur Zeit nicht bestätigt werden. Manche Medien sprechen von zwei Todesopfern. Insgesamt leben rund 1200 Menschen in dem Ort, der auf einer kleinen Felsinsel im Fjord liegt.

Anzeige

Forscher des dänischen Erdbebendienstes GEUS teilten mit, dass es sich um den ersten Tsunami infolge eines Erdbebens in Grönland handelt, der jemals registriert wurde. Häufiger sind Tsunamis, die durch abbrechende Eismassen im Frühjahr und Sommer entstehen.

Andere Küsten außerhalb des Fjords, dazu zählt auch die weiter südlich gelegene Hauptstadt Nuuk, waren vom Tsunami nicht betroffen.

Update 19:03 Uhr
Die Auswirkungen des Tsunamis wurden im Laufe des Tages deutlich. Insgesamt 11 Gebäude sind von den Wassermassen mitgerissen und zerstört worden. Weitere wurden beschädigt. Mindestens sieben Menschen wurden mit Verletzungen ärztlich behandelt. Zur Zeit gelten noch vier Menschen als vermisst. Die Suche läuft.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 18. Juni, ca. 23:35 Uhr

Magnitude: 4.0

Tiefe:

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: möglich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: Uummannaq-Fjord

Epizentrum:

Anzeige

Beiträge der gleichen Kategorie

Schweres Erdbeben im Süden von Guatemala Guatemala - In Mittelamerika hat sich am Donnerstagnachmittag ein schweres Erdbeben ereignet. Getroffen wurde der Süden von Guatemala. Nach vorläufige...
Todesopfer bei Erdbeben in Nepal Nepal - Bei einem leichten Erdbeben im Umfeld der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu ist am Mittwoch ein Mann ums Leben gekommen. Das Erdbeben erreich...
China: Erdbebenserie beschädigt Gebäude in Hubei China - Bei einer Erdbebenserie in der chinesischen Provinz Hubei im Zentrum des Landes sind in den vergangenen Tagen über hundert Gebäude beschädigt ...
Tote und Verletzte bei Erdbeben in Guatemala Mexiko / Guatemala - An der Küste von Mittelamerika hat sich am Mittwoch ein schweres Erdbeben ereignet. Das Epizentrum lag an der Küste von Mexiko un...
The following two tabs change content below.

Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.