USA: Schweres Erdbeben in Montana

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USA – Der Bundesstaat Montana im Nordwesten des Landes wurde am Donnerstagmorgen von einem schweren Erdbeben getroffen. Nach vorläufigen Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte es Magnitude 5.8 (korrigiert von M6.0). Dabei lag die Herdtiefe bei rund 4 Kilometern. Sein Epizentrum lag rund 50 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Helena. An gleicher Stelle hat es bereits in den letzte Tagen mehrere kleine Erdbeben gegeben. Die Epizentralregion ist relativ dünn besiedelt. In umliegenden Orten, vor allem rund um das Dorf Lincoln, ist mit größeren Schäden zu rechnen.

Die vom USGS ermittelte ShakeMap hat für die Epizentralregion eine Intensität von VII berechnet. Schäden an Gebäuden können bereits ab Intensität VI auftreten. Die private Firma Risklayer schätzt ähnliche Intesitäten.


Da der Bereich relativ begrenzt ist, sind keine weitreichenden Auswirkungen zu erwarten. Laut Risklayer leben rund 1000 Menschen im Bereich der höchsten Intensität.
Die Erschütterungen waren ebenfalls in den umliegenden Bundesstaaten Idaho, Wyoming und Washington sowie in Teilen von Kanada (Alberta, Saskatchewan und British Colombia) zu spüren. Dort aber nur mit geringer Intensität.

Zeugen aus Helena berichten, dass das Erdbeben dort so stark war, dass Objekte von Regalen geworfen wurden. Fast alle Menschen sind wohl aus dem Schlaf gerissen worden. Viele berichten, es sei das stärkste Erdbeben, was sie dort je erlebt haben. Die Erschtüterungen haben dabei bis zu 45 Sekunden angedauert. Meldungen über Schäden gibt es nicht.

Montana gehört wie die meisten Staaten in den zentralren Rocky Mountains zu den moderat erdbebengefährdeten Regionen der USA. Leichte Erdbeben sind relativ häufig. Beben über Magnitude 6 kommen relativ selten vor. Im Jahr 1935 haben zwei große Beben nahe der Hauptstadt Helena schwere Schäden angerichtet. Das größte Beben in der Geschichte des Staates erreichte Magnitude 7.2 und hat im Jahr 1958 im Umfeld des Yellowstone-Nationalparks 28 Menschen getötet.

Update 09:19 Uhr
Notrufdienste in Helena und anderen Städten berichten von hunderten Anrufen nach dem Erdbeben. Größere Schäden seien dabei nicht gemeldet worden. Da zur Zeit des Bebens Nacht war, ist noch wenig über mögliche Auswirkungen bekannt.
In Lincoln, dem nächst gelegenen Ort, seien die meisten Anwohner aus Angst auf die Straßen gerannt. Es kam zu Stromausfällen. Meldungen über Verletzte gibt es noch nicht. Schäden sind aber wahrscheinlich.

wird fortgesetzt…

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 08:30 Uhr

Magnitude: 5.8

Tiefe: 4 km

Spürbar: Ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: Ja

Opfer erwartet: Nein

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.


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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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