Schweres Erdbeben erschüttert Xinjiang

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China – In der Nacht zum Mittwoch wurde China von einem zweiten schweren Erdbeben getroffen. Diesmal erwischte es die Provinz Xinjiang im äußersten Nordwesten des Landes. Nach Angaben des chinesischen Erdbebendienstes erreichte es Magnitude 6.6. Das United States Geological Survey (USGS) gibt Magnitude 6.3 an. Das Epizentrum lag in einer sehr dünn besiedelten Gebirgsregion nahe der Grenze zu Kasachstan.
Nördlich des Epizentrums befindet sich der dichter besiedelte Landkreis Jinghe, wo es nach ersten Meldungen größere Schäden gegeben hat.
Nach dem Erdbeben haben die Behörden von Xinjiang die zweithöchsten Notfallmaßnahmen eingeleitet. Wie Rettungskräfte berichten sind in mehreren Dörfern durch das Erdbeben Gebäude eingestürzt. Weitere wurden beschädigt. Hilfsgüter für rund 200 Familien werden zunächst bereitgestellt. 19 Menschen mussten aufgrund von Verletzungen ärztlich behandelt werden.

Update 09:10 Uhr
Trotz ähnlicher Magnituden sind die Auswirkungen des Erdbebens in Sichuan unterschiedlich zum Erdbeben in Xinjiang. Neben der Bevölkerungsdichte spielt vor allem die Tageszeit eine Rolle.
In beiden Gebieten ist die Zahl der beschädigten Gebäuden mit rund 2000 ähnlich (nach aktuellem Stand der Meldungen). In Sichuan ist die Zahl der menschlichen Opfer (13 Tote, 175 Verletzte) deutlich höher. Aktuell werden aus Xinjiang 32 Verletzte und 142 zerstörte Gebäude gemeldet. Aufgrund der Tageszeit (morgens) haben viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Erdbebens bereits draußen aufgehalten. Zudem sind die Häuser, üblich für eine ländliche Region, meist eingeschossig, sodass die Menschen schnell aus diesen fliehen können, während in Sichuan, auch aufgrund der touristischen Nutzung, mehrgeschossige Gebäude häufiger sind.

wird fortgesetzt, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 01:27 Uhr

Magnitude: 6.3

Tiefe:

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: möglich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.


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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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