Schweres Erdbeben im Süden von Sumatra

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Indonesien – Vor der Westküste der Insel Sumatra hat sich am Sonntagmorgen ein schweres Erdbeben ereignet. Nach korrigierten Angaben der indonesischen Erdbebenbehörde (BMKG) erreichte es Magnitude 6.6. Das United States Geological Survey (USGS) hat Magnitude 6.4 registriert. Demnach lag das Epizentrum des Bebens rund 80 Kilometer westlich der Hafenstadt Bengkulu.
Dort waren die Erschütterungen des Bebens stark zu spüren. Viele Bewohner haben aus Angst ihre Häuser verlassen. Sie berichten von schwankenden Wänden und herabstürzenden Gegenständen. Nach BMKG-Auswertungen erreichte das Beben auf dem Stadtgebiet von Bengkulu nur Intensität V. Entsprechend sind keine größeren Schäden zu beklagen. Bislang wurden nur kleinere Schäden an einer Zwischendecke in einem Krankenhaus gemeldet. Die Patienten dort und in anderen Krankenhäusern wurden nach dem Erdbeben vorsichtshalber für rund 30 Minuten evakuiert, um die Gebäude auf strukturelle Schäden zu überprüfen.
Nördlich von Bengkulu entlang der Küste liegt der Bereich der höchsten Intensität. Nach Berechnungen der BMKG sei Intensität VI bis VII möglich. Rettungskräfte wurden in die teils abgelegenen Dörfer entsandt. Wie Anwohner berichten, sei das Erdbeben dort sehr stark empfunden worden. Nach unbestätigten Medienberichten sind in einigen Dörfern Gebäude eingestürzt. Meldungen über Verletzte gibt es bislang nicht.

Trotz hoher Magnitude hat es nach dem Erdbeben keine Tsunami-Warnung gegeben.

Neben Sumatra waren auch der Süden der Malay Halbinsel (Malaysia, Singapur) und der Westen der indonesischen Insel Java von den Erschütterungen getroffen. Dort ist allerdings nicht mit Schäden zu rechnen.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 05:08 Uhr

Magnitude: 6.6

Tiefe: 55 km

Spürbar: Ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: Ja

Opfer erwartet: Nein

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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