Erdbebenschwarm in Niederösterreich

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Originaltext vom 16. Oktober, 17:01 Uhr

Österreich – Mehrere dutzend Erdbeben haben innerhalb von rund 24 Stunden das Bundesland Niederösterreich getroffen, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) registrierte. Das Epizentrum des Erdbebenschwarmes lag nahe des Ortes Gloggnitz an der Grenze zur Steiermark, etwa 70 Kilometer südwestlich von Wien.
Beginnend am Sonntagmittag gegen 12 Uhr hat die ZAMG insgesamt 59 Erdbeben registriert. Das untere Aufzeichnungslimit liegt bei Magnitude -0.1. Insgesamt waren die Magnituden der Erdbeben sehr gering. Nur ein Erdbeben mit Magnitude 2.1 wurde in der Nacht zu Montag vereinzelt verspürt. Das bislang letzte registrierte Beben mit Magnitude 0.7 trat am Montag um 14:16 Uhr auf. Bereits in den vergangenen Tagen hat es bei Gloggnitz mehrere kleine Erdbeben gegeben.

Update 17.10., 12:25 Uhr
Weitere Erdbeben traten seit gestern Nachmittag auf. Um 12:11 Uhr folgte das mit Abstand stärkste des Schwarmes. Nach vorläufigen Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erreichte dieses Magnitude 3,0. In den Orten rund um das Epizentrum wurden die Erschütterungen deutlich verspürt. Mit Schäden ist bei dieser Magnitude aber nicht zu rechnen. Es ist eines der stärksten Erdbeben in Österreich in diesem Jahr.
Insgesamt hat die ZAMG seit Samstag 101 Erdbeben rund um Gloggnitz registriert.

Gloggnitz liegt an der Mur-Mürztal-Störung, die vom Südrand des Wiener Beckens in südwestliche Richtung verläuft, und zu den Dehnungsprozessen dort beiträgt. Diese Störungszone ist eines der Haupterdbebengebiete in Österreich, wo es immer wieder zu kleinen bis moderaten Erdbeben kommt. Auch starke Erdbeben hat es in der Vergangenheit gegeben, ebenso wie Erdbebenschwärme.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 15. Oktober

Magnitude: bis 3.0

Tiefe: 5 bis 10 Kilometer

Spürbar: Ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: Nein

Opfer erwartet: Nein

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.


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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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