Starke Erdbebenserie bei Ambon fordert Todesopfer

Indonesien – Mehrere starke Erdbeben haben am Dienstag die Indonesische Insel Ambon im Norden des Landes getroffen. Binnen 20 Minuten hat der Indonesische Erdbebendienst BMKG drei Beben registriert. Das erste um 12:31 Uhr MEZ erreichte demnach Magnitude 5.7, direkt gefolgt vom zweiten Beben mit Magnitude 5.6. Die Epizentren lagen am Westrand der Insel Ambon, die zur Inselgruppe der Molukken gehört. Um 12:50 Uhr folgte das dritte und stärkste Beben, das mit Magnitude 6.2 angegeben wird.
Alle drei Erdbeben hatten eine relativ geringe Herdtiefe und waren entsprechend stark in der Umgebung zu spüren. Aus der Inselhauptstadt Ambon, wo rund 350.000 Menschen leben, werden bereits erste Schäden gemeldet. So soll unter anderem die Decke eines Einkaufszentrums eingestürzt sein. Über Verletzte gibt es noch keine Meldungen. Allerdings gibt es Stromausfälle.

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Die Stadt Ambon liegt rund 35 Kilometer vom Epizentrum entfernt. Näher gelegen sind eine Reihe von kleineren Dörfern, wo ebenfalls Schäden zu erwarten sind. In Ambon registrierte der Indonesische Erdbebendienst für das erste Erdbeben Intensität V, für das dritte Intensität VI.

Nach dem größten Erdbeben folgten bislang eine Reihe weiterer moderater bis starker. Zunächst folgte um 13 Uhr ein Beben der Stärke 5.2. Nummer fünf um 13:37 Uhr erreichte Magnitude 5.6. Aus Angst vor einem schweren Erdbeben haben viele Bewohner der Stadt ihre Häuser verlassen.

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Update 18:00 Uhr
Neben dem Einkaufszentrum und dem Flughafen von Ambon wurden auch zahlreiche Wohnhäuser beschädigt. Zudem mussten dutzende Patienten eines Krankenhauses evakuiert werden, da sich in dem Gebäude Risse bildeten.
Durch die andauernden Erdbeben gerieten viele Einwohner in Panik. Dadurch kam es zu mehreren Unfällen, wobei Menschen verletzt wurden. Ein ältere Frau kam ums Leben, als sie während der Flucht aus dem Haus stürzte. Die genauen Umstände des Todes sind zur Zeit noch nicht geklärt.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 31. Oktober

Magnitude: bis M6.2

Tiefe: ca 15 km

Spürbar: Ja

Schäden erwartet: Ja

Opfer erwartet: Möglich

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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