Erdbeben erschüttert Bali

Indonesien – Ein relativ kräftiges Erdbeben hat sich am Donnerstagmorgen (Ortszeit) am indonesischen Vulkan Agung auf der Insel Bali ereignet. Das Epizentrum lag nach Angaben des Indonesischen Erdbebendienstes am Nordhang des Vulkans direkt an der Küste der Insel. Es erreichte demnach Magnitude 5.0. Das deutsche Geoforschungszentrum Potsdam gibt es mit Magnitude 4.7 an, das USGS M4.9 und lokalisiert das Epizentrum im Gipfelbereich des Vulkans.

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Die Erschütterungen waren auch im Süden der Insel rund um die Insel Hauptstadt Denpasar, sowie den Ferienort Ubud deutlich zu spüren. Einige Anwohner haben in Panik ihre Häuser verlassen. Auch die Nachbarinsel Lombok war betroffen. In der Nähe des Epizentrums wurde eine hohe Intensität verzeichnet. Durch die vulkanischen Sedimente und geringe Herdtiefe kam es zur Verstärkung der seismischen Wellen. Dort muss mit größeren Schäden gerechnet werden. Auch ein Einfluss auf die vulkanische Aktivität des Agung, welche zuletzt ein wenig rückläufig war, ist denkbar.

Nach erhöhter vulkanischer Aktivität und einen befürchteten Vulkanausbruch wurden in den vergangenen Monaten zehntausende Menschen rund um den Vulkan evakuiert. In den letzten Wochen kehrten viele von ihnen nach Rückgang der Aktivität in ihre Dörfer zurück.

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Update 9. November, 07:20 Uhr
Wie zu erwarten war hat das Erdbeben im Umland der Stadt Karangasem im Nordosten von Bali einige Gebäude zum Einsturz gebracht. Die genauen Auswirkungen werden zur Zeit noch analysiert. Meldungen über Todesopfer gibt es nicht. Eine Person erlitt leichte Kopfverletzung beim Einsturz einer Decke.
Der Indonesische Erdbebendienst hat inzwischen das Beben auf Magnitude 4.8 nach unten korrigiert. Das Erdbeben sei demnach durch die Aktivität des Vulkans Agung ausgelöst worden, stehe aber nicht mit Magmabewegungen direkt in Verbindung. Demnach sei es durch die Bodendeformationen am Berg und die ständigen kleinen Erdbeben zur Reaktivierung einer Störung an der Nordküste gekommen, wo dann dieses Erdbeben entstanden ist.
Die Alarmstufe des Vulkans bleibt weiterhin auf der zweithöchsten Stufe 3.

Zeugenmeldungen

Amed
Ca. 5:57 uhr ortszeit. Waren noch am schlafen und sind vor schock aus dem bett gesprungen. Das haus hat total gewackelt. Waren im ersten stock des gebäudes und sind sofort nach unten gelaufen. Die leute auf der strasse haben uns schnell beruhigt das der vulkan nicht ausgebrochen ist, da wir hier in den bergen wolken sahen und total schockiert waren. (Intensität V)

Payangan
Bin von einem deutlichen Beben geweckt worden. (Intensität IV)

Ubud
Ich lag im Bett eigentlich noch sehr tief am schlafen es war ca. 5:55 mein Wecker sollte um 6:45 mich erst wecken, dann würde ich wach, es hörte sich an, als ob jemand meine Hotelzimmer Türe einschlagen würde um mit gewallt reinzuwollen. Ich dachte nur schnell auf , war verwirrt, nervös und ängstlich und wollte nur raus. Bin oben in einer Dachterrasse und sah schon einige einheimischen draussen und sagten zu mir mit handbewegung es sei ein Erdbeben gewesen. Mir zitterten danach noch eine Zeit die Knien, bis ich mich beruhigen konnte, man denkt es wiederholt sich nach ein paar Minuten. (Intensität II)

Amed
We are in Amed at the coast about 15 km from the Agung. Woken up by the earthquake, bed and room were shaking only light object fell from the table. No panic or damage. Locals told this is heaviest so far in the region. Some light aftershocks (now after 1.5 hour). No visual change in the Agung from yesterday. (Intensität IV)

Sambirenteng
Gegen 6 Uhr bin ich aufgewacht da die Terassentür schepperte und ich Vibrationen im Bett verspürte. Dachte erst es sei stürmischer Wind oder es versucht jemand mit Gewalt die Tür zu öffnen. (Intensität IV)

Gili Trawangan
Um ca. 6 Uhr morgens bin ich aufgewacht weil unser Bungalow geschwankt hat. Das dauert nur wenige Sekunden an. (Intensität III)

Seminyak
morgens um kurz vor 6; Bett bzw. Kästen im Zimmer schwankten ordentlich, Dauer ca. 10-20 sec (Intensität IV)

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 08.11.2017, 22:54 Uhr

Magnitude: 4,8

Tiefe:

Spürbar: Ja

Schäden erwartet: Ja

Opfer erwartet: Möglich

Ursprung: Vulkanotektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.
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Jan
Gast

Wir lagen im Bett und waren friedlich am schlummern als es donnerte und das Bett anfing zu wackeln. Erst dachte ich: was macht meine Frau denn da neben mir? Sie schien das gleiche zu denken, denn sie stupste mich irgendwann an. Da war mir klar, dass es ein Erdbeben gewesen sein muss.

Hat uns lustiger Weise so gar nicht interessiert und wir sind weder panisch aufgesprungen noch haben wir das Haus verlassen. Statt dessen haben wir uns zusammengekuschelt und bis halb 9 weiter geschlafen. xD