Zwei Erdbeben im Brohltal

Brohltal / Andernach – Zwei kleine Erdbeben haben in den vergangenen Stunden das Brohltal im Osten der Eifel getroffen. Das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz (LGB) registrierte das erste Erdbeben am Montagnachmittag um 15:09 Uhr mit Magnitude 1,2. Das zweite folgte um 03:39 Uhr am Dienstagmorgen und erreichte Magnitude 1,0. Abweichende Daten kommen vom Hessischen Erdbebendient beim HLNUG, der das zweite Erdbeben mit M1,5 angibt. Dabei soll der Erdbebenherd in ca. 13 Kilometern Tiefe gelegen haben.
Beide Erdbeben waren nicht spürbar.

Anzeige


In den vergangenen Monaten haben dutzende kleine Erdbeben (meist unter Magnitude 1) die Verbandsgemeinde Brohltal und angrenzende Regionen von Andernach getroffen.
Bereits am Freitagabend hat sich im Süden der Eifel bei Kobern-Gondorf ein kleiner Erdbebenschwarm ereignet. Binnen zwei Stunden kam es zu mindestens 14 kleinen Erdbeben, das stärkste erreichte laut LGB Magnitude 0,7.

Beide Erdbebensequenzen sind auf tektonische Prozesse zurückzuführen.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Anzeige

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): Seit 20. November

Magnitude: bis M1.2

Tiefe: ca. 13 km

Spürbar: Nein

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: Nein

Opfer erwartet: Nein

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

Epizentrum:

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

Kleine Erdbeben in Deutschland stellen in der Regel keine Gefahr dar. Dennoch kann es, vor allem entlang des Rheins, sowie auf der Schwäbischen Alb und in Teilen von Thüringen und Sachsen gelegentlich zu Erdbeben kommen, die Gebäude beschädigen und Menschen gefährden. Bewohner der entsprechenden Regionen sollten daher die richtigen Verhaltensweisen bei Erdbeben kennen.Weitere Informationen: Liste aktueller Erdbeben in Deutschland Liste historischer Erdbeben in Deutschland

The following two tabs change content below.
Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

3 Kommentare

  1. hi Jens

    OK, ist gut zu wissen. Und dass mit Österreich ist mir auch klar, dass es da keine Auswirkungen gegeben haben kann. Aber es hätte ja sein können, dass zum Beispiel unter dem Laacher See schon die Lavakammer anfängt, sich zu fuellen und dadurch dieses Beben kommen kann.

    Denn ich sage dazu, dass ich frueher mal Familienbande in dieser Gegend hatte und ich daher sehr oft in dieser Gegend war und diese Gegend sowas wie meine zweite Heimat war. Und von daher denke ich oft an die Menschen dort in dieser Gegend.

    Grueße

  2. hi Jens

    Eine Frage dazu:
    im Kartenausschnitt ist der Laacher See zu sehen und die Markierung von diesem Beben ist nicht weit davon weg. Könnte es einen Zusammenhang da geben mit dem Laacher See?? Und auch die anderen Beben die man so an der Grenze zu Österreich liest… Könnte es da auch einen Zusammenhang geben?? Zum Beispiel Lavagänge die in nördliche und suedliche Richtung fuehren könnten??

    1. Nach aktuellem Stand der Dinge steht das Erdbeben im Brohltal nicht im Zusammenhang mit dem Laacher See.

      Einen Einfluss über große Distanzen bis nach Österreich ist ausgeschlossen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.