Erdbeben im Süden von Griechenland

Griechenland – Vor der Küste der Peloponnes-Halbinsel hat sich am Freitagabend ein moderates Erdbeben ereignet. Der Erdbebendienst in Athen gibt das Ereignis zunächst mit Magnitude 4.5. Das Epizentrum lag demnach in Ionischen Meer, etwa 60 Kilometer westlich der Stadt Kalamata. Dort und in anderen Städten im südwestlichen Peloponnes waren die Erschütterungen zu spüren. Da das Erdbeben auf die Subduktionszone vor der Küste zurückgeht, lag die Herdtiefe bei rund 50 Kilometern, was die Intensität des Bebens abgeschwächt hat. Entsprechend ist nicht mit Schäden zu rechnen.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 19:51 Uhr

Magnitude: 4.5

Tiefe:

Spürbar: Ja

Schäden erwartet: Nein

Opfer erwartet: Nein

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Erdbeben im Süden von Griechenland gehen in der Regel auf die Subduktionszone zurück, an der sich die Afrikanische unter die Ägäische Platte schiebt. Vor allem von Kreta bis Rhodos kommt es immer wieder zu teils starken Erdbeben. In den letzten 2000 Jahren haben mehrfach schwere Erdbeben bis Magnitude 8 die Region erschüttert und verheerende Tsunamis ausgelöst, die noch in Ägypten Städte zerstörten. Das größte und bekannteste dieser "Megathrust-Erdbeben" ereignete sich im Jahr 365 vor der Westküste von Kreta und erreichte Magnitude 8.5. Dabei wurden Teile der Insel um bis zu 8 Meter angehoben. Der ausgelöste Tsunami wurde im gesamten Mittelmeer registriert. Der Subduktion entgegenwirkend kommt es entlang des Inselbogens zur starken Anhebung der Erdkruste, wodurch die meisten der Inseln geformt wurden. Dadurch dehnt sich die Kruste, weshalb das gesamte Gebiet von aktiven Abschiebungen durchzogen ist, die ebenfalls ein Erdbebenrisiko darstellen.
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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.
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