Erdbeben in Niederschlesien

Polen – Die Bergbaugebiete in Niederschlesien wurden am Donnerstagabend erneut von einem relativ starken Erdbeben getroffen. Das Epizentrum lag am Bergwerk Rudna in der Stadt Polkowitz (Polkowice), etwa 80 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Nach Angaben des Geoforschungszentrum Potsdam erreichte das Erdbeben Magnitude 4.5. Es ist damit das stärkste Erdbeben, das die Region in diesem Jahr getroffen hat. Es ist anzunehmen, dass das Erdbeben bis in den Osten von Sachsen zu spüren war. Entsprechende Meldungen haben wir noch nicht erhalten. Durch das Erdbeben könnte es zudem zu Problemen im Bergbaubetrieb kommen.

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Aufgrund des intensiven Bergbaus kommt es rund um Polkowitz immer wieder zu teils kräftigen Erdbeben über Magnitude 4. Diese führen relativ häufig zu Grubenunglücken, bei denen Bergleute ums Leben kommen. Zuletzt wurde am 10. November infolge eines Erdbebens der Stärke 4.3 ein Bergarbeiter verletzt. Am 29. November 2016 staben acht Menschen nach einem Erdbeben der Stärke 4.5. Erdbeben um Magnitude 4.5 in der Region sind häufig so stark, dass sie bis in die Lausitz zu spüren sind.

Update 19:10 Uhr
Das Geoforschungszentrum Potsdam hat nach ersten manuellen Auswertungen die Magnitude des Erdbebens auf (ML) 4,1 korrigiert.
Die Feuerwehr von Polkowitz hat via Twitter mitgeteilt, dass sie nach dem Erdbeben zu Einsätzen ausgerückt ist. Es soll sich demnach um einen Vorfall im Bergwerk Rudna handeln. Nach Zeugenangaben waren die Erschütterungen in der Stadt stark zu spüren.

Update 19:27 Uhr
Nach vorläufigen kam bei dem Vorfall keiner der Bergleute zu Schaden.

wird fortgesetzt…

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 18:42 Uhr

Magnitude: 4,1

Tiefe: 1 km

Spürbar: Ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: Ja

Opfer erwartet: Möglich

Ursprung: Induziert (Bergbau)

Tsunami-Gefahr: Nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.
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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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