Mutmaßliches Frostbeben beschädigt Gebäude in Alberta

Kanada – Im kanadischen Bundesstaat Alberta hat ein ein mutmaßliches Frostbeben in der Nacht zu Dienstag mehrere Gebäude beschädigt. Das seismische Ereignis war in Alberta Beach, einen Dorf östlich der Staatshauptstadt Edmonton zu spüren und hat zahlreiche Bewohner mit einem lauten Knall und Erschütterungen aus dem Schlaf gerissen. Zunächst war der Ursprung nicht klar. Am nächsten Morgen stellten mehrere Bewohner Risse in Mauern und Dächern fest. Auch im Boden und im zugefrorenen See bildeten sich große Spalten.

Die Geologieabteilung des Alberta Energy Regulator (AER) bestätigte später, dass es sich um ein seismisches Ereignis mit etwa Magnitude 2.0 gehandelt hat. Eine genaue Lokalisierung des Erdbebenherdes ist nicht möglich gewesen. Anhand der lokal eng begrenzten und deutlichen Auswirkungen ist aber eine sehr geringe Herdtiefe (10er bis 100er Meter) anzunehmen. Es ist daher wahrscheinlich, dass es sich um ein Frostbeben handelte.

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Frostbeben entstehen in der Regel durch plötzliches Gefrieren von Grundwasser, was zum explosionsartigen Aufbrechen von Rissen führt und mit lauten Geräuschen und Erschütterungen einhergeht. Dies geschieht meist, wenn die Temperatur plötzlich stark abfällt.

Nach Angaben der Webseite Kachelmannwetter ging dieses Ereignis am späten Montagabend (ca. 8 Uhr am Dienstagmorgen MEZ) mit einem starken Temperaturanstieg von bis zu 25° binnen 24 Stunden einher (von -31°C auf -6°C).

Denkbar ist, dass das Ereignis durch eine beschädigte Wasserleitung ausgelöst wurde. Durch den Temperaturanstieg kam es rund um Edmonton zu zahlreichen Wasserrohrbrüchen. Flüssiges Wasser, das in großer Menge plötzlich in den noch immer tiefgefrorenen Boden eindringt, kann schlagartig gefrieren und dabei Frostbeben auslösen.

Die Auswirkungen des Ereignisses waren für die betroffenen Bewohner auch noch am Dienstag zu spüren. Aufgrund der Verschiebungen des Bodens mussten Gasleitungen unterbrochen werden. Auch Gebäudefundamente wurden verschoben, sodass Türen sich nicht mehr öffnen ließen. Im Tagesverlauf wurden weitere kleinere Ereignisse wahrgenommen. Betroffen von den Ereignissen waren ausschließlich Bewohner einer Straße am Ufer des Lac St. Anne.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 2. Januar, 8 Uhr

Magnitude: ca 2.0

Tiefe: wenige Meter?

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: Frostbeben?

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.
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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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