Viele Verletzte bei Nachbeben im Iran

Iran – Ein moderates Nachbeben hat am Samstag die Region Kermanschah im Westen des Iran getroffen. Nach Angaben des Iranischen Erdbebendienstes ereignete sich das Nachbeben um 16:22 Uhr (MEZ) nahe der Stadt Sarpol-e-Zahab und erreichte Magnitude 5.1. Die Erschütterungen waren auch im benachbarten Irak zu spüren. Nahe des Epizentrums verursachte das neue Beben Panik unter der Bevölkerung. Es soll neue Schäden gegeben haben. Mindestens 21 Menschen wurden infolge des Bebens verletzt, wovon mindestens vier stationär in Krankenhäusern behandelt werden müssen. 16 Rettungsteams wurden von der Regierung entsandt, um mögliche Auswirkungen zu überprüfen. Details zur Schadenssituation sollen am Sonntagmorgen bekannt gegeben werden.

Kermanschah wurde am 12. November von einem Erdbeben der Stärke 7,3 getroffen, das in der Region rund 90.000 Gebäude zerstörte. 629 Menschen wurden in Iran und Irak bei dem Erdbeben getötet, über 15.000 weitere wurden verletzt.
Seit dem Erdbeben kämpfen hunderttausende Betroffene mit den Auswirkungen. Die meisten leben noch immer in Zelten. Es gibt Kritik an den Hilfsaktionen. Besonders wird bemängelt, dass viele der Betroffene nur unzureichende oder sogar garkeine Hilfsgüter erhalten haben.
Mehrere Menschen sollen seit dem Hauptbeben erfroren sein, weil nicht ausreichend Notunterkünfte bereitgestellt sind. Andere sollen aus Verzweiflung Suizid begangen haben. Zudem gibt es immer wieder Berichte über tödliche Brände in Notunterkünften.

Update 07. Januar, 09:30 Uhr
Die Zahl der Verletzten ist bis zum Sonntagmorgen auf 51 gestiegen. Davon mussten allerdings nur noch drei stationär in Krankenhäusern behandelt werden. Die meisten Verletzungen resultieren aus Stürzen und anderen Unfällen während der Flucht aus Häusern.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 16:22 Uhr

Magnitude: 5,1

Tiefe: 8 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch (Nachbeben)

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.
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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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