Erdbeben im Ruhrgebiet 2015

Haben Sie ein Erdbeben im Ruhrgebiet gespürt? Melden Sie ihre Beobachtungen hier.

28. Juni
Gegen 9.07 Uhr verzeichneten wir vermehrte Seitenzugriffe aus Haltern am See, was zeitlich mit einem leichten Erdbeben (etwa M1.8) übereinstimmt. Wir gehen davon aus, dass dieses Beben zumindest ein einigen Ortsteilen (Lippramsdorf, Freiheit, etc) wahrnehmbar war.

3. Mai
In Haltern wurde gegen 17.40 Uhr ein weiteres Erdbeben wahrgenommen. Wir registrierten einen signifikanten Anstieg der Seitenaufrufe aus dem nördlichen Ruhrgebiet, was auf deutliche Spürbarkeit schießen lässt. Eine Magnitude über 2.0 lässt sich jedoch ausschließen.

28. April
Kräftiges Erdbeben in Haltern am See

26. April:
Weiteres Erdbeben in Bergkamen

24. April:
Gegen 21.35 Uhr meldeten uns mehrere Zeugen ein Erdbeben in Bergkamen (östliches Ruhrgebiet).
„Kurzer heftiger Stoß am
24.04.2015 um ca. 21:38Uhr“

„Kurzer heftiger Stoß zwischen 21:30 und 21:45. In tiefergelegenen Räumen als kurzer Schlag in höheren Etagen mit höherer Amplitude wahrzunehmen..“

„Wir können das Erdbeben am 24.04 um 21:35 in Bergkamen/Oberaden bestätigen.“

Daten zum Erdbeben liegen bisher nicht vor.

24. April:
Nachdem die vergangenen Wochen ziemlich ruhig waren und in den Bergbauregionen nur wenige Erdbeben auftraten, lebte die Aktivität in den letzten Tagen wieder auf. Einige Erdbeben in Haltern am See erreichten (knapp) Magnitude 2.0 und waren damit vermutlich spürbar.
Am 14. und 16. April traten Erdbeben mit M 1.8 und 2.0 auf. Weitere kleinere ereigneten sich nach Angaben der Ruhr-Universität in den Tagen danach. Der deutliche Anstieg der Aktivität trat am 21. auf. 10 Erdbeben über Magnitude 1.2, davon zwei mit M1.9 wurden bis zum Abend des 22. registriert. Jüngere Daten sind noch nicht veröffentlicht. Kurz nach 7 am Morgen des 24. trat aber ein weiteres Erdbeben auf, das ebenfalls nahe an Magnitude 2 herangekommen sein dürfte.

12. Februar:
Im Norden von Oberhausen trat am frühen morgen ein leichtes Erdbeben auf, es erreichte etwa Magnitude 2. Meldungen über Spürbarkeit erhielten wir nicht.

16. Januar:
Auch am 15. und in der Nacht zum 16. gab es weitere Erdbeben. Nach Angaben der Station Bensberg erreichten die beiden stärksten Beben um 15.37 Uhr und 00.25 Uhr (16.) Magnitude 1.7, bzw. 2.0. Das Bundesamt für Geowissenschaften gibt diese sogar mit M 2.0, bzw M 2.3 an. Es ist wahrscheinlich, dass diese deutlich von der Bevölkerung wahrgenommen wurden.

14. Januar:
Am späten Nachmittag um 17.41 Uhr das bisher stärkste Erdbeben in Haltern am See in diesem Jahr: Magnitude 1.9.

13. Januar:
Zwei weitere Erdbeben mit Magnitude 1.8 in Haltern werden vom Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe registriert. Die Erdbebenstation Bensberg gibt Magnitude 1.6 bzw 1.5 an.

In der Nacht zum 13. bereits ein Erdbeben der Stärke 1.5 in Bottrop.

12. Januar:
Während tektonische Erdbeben zu diesem Zeitpunkt noch Mangelware in Deutschland sind, startet das Ruhrgebiet mit der üblichen Aktivität ins Jahr 2014. Vier Erdbeben zwischen Magnitude 1.3 und 1.8 wurden nach Angaben der Ruhruniversität Bochum am 8. und 9. Januar im Süden von Haltern am See registriert. Das stärkste am Freitag um 18.50 Uhr Ortszeit. Uns liegen keine Meldungen über Spürbarkeit vor. Bergbauinduzierte Beben ab Magnitude 1.2 können in der Regel direkt am Epizentrum (teils nur akustisch) wahrgenommen werden.

Gebiete mit regelmäßiger Erdbebentätigkeit
Gebiete mit regelmäßiger Erdbebentätigkeit

Erdbeben im Ruhrgebiet sind eine Folge der noch immer andauernden Bergbautätigkeiten. Die meisten dieser induzierten Erdbeben treten an den noch fördernden Zechen Auguste Victoria und Prosper Haniel auf. Desweiteren werden vereinzelt Erdbeben im Bereich des stillgelegten Bergwerks Ost registriert.

Wie die vergangenen Jahre zeigen, können trotz der im Vergleich zur Vergangenheit stark reduzierten Arbeiten, noch immer größere Erdbeben auftreten.
Diese Seite soll einen Überblick über aktuelle Beben liefern.
Der zuständige Erdbebendienst fürs Ruhrgebiet ist jener an der Ruhruniversität Bochum (RUB). Zudem werden Erdbeben von der Erdbebenstation Bensberg (BNS) und, bei größeren Beben, vom Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), aufgezeichnet.
Manchmal werden Beben (erst) nur von einem Erdbebendienst erfasst / gelistet, weshalb in der Übersicht verschiedene Quellen genannt werden. RUB wird bevorzugt genutzt.

Allgemein gelten bergbauinduzierte Erdbeben ab Magnitude 1.2 als potentiell spürbar. Dies ist zusätzlich abhängig von Tageszeit und Epizentrum. (Ein Erdbeben morgens in einem Wohngebiet wird eher wahrgenommen als ein Beben Nachts oder zur Mittagszeit im Wald)

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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