Kleinbeben im Zentrum Südportugals

Nur 24 km von der Weltkulturerbestadt Evora (57.000 Einwohner) entfernt – bebte um 20:20 Uhr (UTC) – also 21:20 Uhr Ortszeit – die Erde mit Wert 3.1 in 14 km Tiefe.

Evora. Wer noch nicht dort war – dann auf die nächste Urlaubsliste setzen. Ein hochgeschichtlicher Ort in Europa. Als Stadt von den Römern gegründet, aber schon lange davor besiedelt. Sehenswert ist neben der Altstadt die Relikte der Römerzeit – wie z.B. der Dana-Tempel – und deshalb sind hier Erdbeben auch bereits von geringer Stärke immer sehr bedenklich.

Noch liegen keine Meldungen vor. Zudem war es zur Bebenzeit bereits dunkel. Tradition an und in den Gebäuden sind dort Wandfliesen – die natürlich auch bei leichteren Beben bereits herunterfallen können oder Risse bekommen. Sehr sehenswert ist auch die Capela dos Ossos (Kapelle der Knochen), ein Kirchengebäude, an dessen Wänden menschliche Gebeine gestapelt sind. Der Umgang mit dem Tod ist dieser Region – leider – sehr vertraut.

Wir drücken allen Bewohnern von Evora – der weissen Stadt – die Daumen, dass dieses Kleinbeben keine Vorstufe für ein Grösseres ist.

Zuletzt bebte das Festland von Südportugal am 3.5.2012 bei Faro mit 3.8 ohne Schäden zu hinterlassen.

 

The following two tabs change content below.
Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)