Erdbeben Kanada, Türkei, L’Aquila

Kanada
Heute morgen gab es ein weiteres starkes Nachbeben. USGS nennt Magnitude 6,3, EMSC Magnitude 5,7. Die Tiefe lag bei 9,7 Kilometern und das Beben hatte auf Queen Charlotte Island Intensität VI.

Türkei:
Um 1.12 MEZ gab es im Westen der Türkei ein Beben der Stärke 4,1. Es hatte eine Tiefe von 21 Kilometern. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Simav, wo es seit Jahren einen mal mehr, mal weniger intensiven Erdbebenschwarm gibt.

Im Osten der Türkei gibt es seit fast genau einem Jahr einen Erdbebenschwarm. Dabei handelt es sich allerdings um Nachbeben. Es ist nicht verwunderlich, dass es ein Jahr nach M 7,3 noch ein Nachbeben der Stärke 3,8 gibt, so wie heute morgen.

Italien:
Ein Nachbeben dreieinhalb Jahre nach dem Hauptbeben ist hingegen sehr ungewöhnlich, vor allem wenn das Hauptbeben nur Stärke 6,3 hatte. Daher wage ich mal zu behaupten, dass das heutige Beben der Stärke 3,6 kein Nachbeben war.
Das Epizentrum lag 14 Kilometer nordwestlich von L’Aquila. Das Beben hat viele Menschen in der Stadt aus dem Schlaf gerissen. Einige fürchten nun wieder ein größeres Beben, nachdem es in den letzten Wochen bereits vermehrte Erdbebentätigkeit gegeben hat. Das heutige Beben war das bisher stärkste.
Schäden hat es nicht gegeben.

Auch in Kalabrien gibt es nach dem Erdbeben der Stärke 5,3 von letzter Woche noch viele spürbare Nachbeben. Aber so langsam normalisiert sich dort die Lage wieder und der Alltag kehrt zurück.

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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