China: Erdbeben in Guangdong verursacht Schäden ; Auch in Hongkong und Macao spürbar

Heute morgen um 5.34 Uhr MEZ ereignete sich in der südchinesichen Provinz Guangdong ein Erdbeben der Stärke 4,6. Die Chinesischen Behörden nennen sogar M 4,8 und eine Tiefe von 11 Kilometern.
Dieses Erdbeben ereignete sich in einer dicht besiedelten Region des Landes, so dass mehrere Millionen Menschen dieses Erdbeben spürten. Auch in der Metropolregion Guangzhou – Hongkong – Macao war dieses Erdbeben deutlich spürbar.
Nach ersten Berichten aus der Epizentralregion wurden bei dem Erdbeben mindestens 3 Gebäude schwer beschädigt. Berichte über Verletzte gibt es noch nicht, aber die Überprüfung der betroffenen Region ist noch nicht abgeschlossen.
Interessant an dem Erdbeben ist, dass sich das Epizentrum direkt am Xinfengjiang-Stausee lag. Wenn man sich an Vietnam und Bosnien erinnert weiß man, dass Stauseen solche Erdbeben auslösen können. In dem Fall spricht die Tiefe allerdings gegen diese These. Zudem befinden sich mehrere Bruchlinien in der direkten Umgebung des Sees. Dennoch kann man den Stausee als Mitverursacher nicht ausschließen.
Wir werden die Situation weiter beobachten.

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In den letzten Tagen war der Süden von China seismisch sehr aktiv. Dies bestätigt auch dieses Beben in einer eigentlich ruhigeren Region. Ein weiteres 4er Beben ereignete sich heute außerdem in Yunnan. Bislang gibt es von dort keine Schadensmeldungen.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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