Erdbeben in Ungarn beschädigt hunderte Gebäude

In der Nacht um 0.28 Uhr MESZ wurde Ungarn von einem ungewöhnlich starken Erdbeben erschüttert. Es hatte Magnitude 4,5 und eine Tiefe von 10 Kilometern. Nach Angaben ungarischer Behörden hatte es sogar Stärke 4,7 bis 4,8. Das Epizentrum lag 100 Kilometer östlich von Budapest. Dort war das Beben noch deutlich wahrnehmbar, ebenso in Debrecen.
Stellenweise verursachte das Erdbeben Panik. In den Orten am Epizentrum wurden Risse in der Fassade einiger Gebäude gemeldet. Verletzte gab es nicht. Die zuständigen Behörden untersuchen zur Zeit, ob es weitere Schäden gab.

Update 09.54 Uhr:
Mindestens 50 Gebäude in Ungarn sollen beschädigt worden sein. Es handelt sich bei den Schäden im Risse in Mauerwerk, eingestürzte Schornsteine, sowie herabgefallene Fliesen und Putz. In einer Wohnung soll die Decke teilweise eingestürzt sein. Zudem ist das Dach einer Garage eingestürzt und hat das darin stehende Auto beschädigt. Einige Menschen mussten evakuiert werden, doch in den Meisten Fällen war der Schaden nicht so gravierend, dass die betreffenden Häuser nicht mehr bewohnbar sind.
Die Untersuchungen des Schadens sind noch nicht abgeschlossen.

Update 19.05 Uhr:
Neue Informationen aus Ungarn belegen, dass der Schaden durch das Erdbeben größer ist, als anfangs angenommen. Mehrere hundert Gebäude sollen nach vorläufigen Angaben in unterschiedlichem Maße beschädigt worden sein. Weitere Gebäude müssen noch Überprüft werden. Nach Meldungen sollen bis zu 600 Gebäude beschädigt worden sein. Nach unbestätigten Meldungen sogar 10 Gebäude in Budapest. Informationen über Verletzte sind noch nicht bekannt worden.
Die ungarischen Versicherungen schätzen die bisher eingegangenen Schadensmeldungen auf etwa 100.000 US-$ pro betroffene Wohnung.

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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