In den vergangenen Tagen kam es in einer chinesischen Aluminiumfabrik in der Provinz Guangxi zu einem Zwischenfall, infolge einer Reihe kleiner Erdbeben. Dabei ist Reservoir mit hochgiftigem und umweltgefährdendem Rotschlamm, ein Nebenprodukt der Aluminiumherstellung, gebrochen. Ein erstes kleines Leck trat bereits am vergangenen Montag (17. Juni) Ortszeit auf. Verschlimmert wurde die Lage nach einem Erdbeben der Stärke 2,3 am Freitag. 
Chinanews

Dabei ist der Schlamm in mehrere Bäche gelaufen und hat einige Ortschaften nahe der Stadt Baise überschwemmt. Menschen wurden dabei nicht verletzt. Auch ein nahe gelegenes Trinkwasserreservoir sei nicht betroffen. Jedoch bleibt offen, wie schimm der Schaden an der Umwelt und am Grundwasser ist.

Rettungskräfte versuchen mit Flockungsmitteln den Rotschlamm aus den Straßen und Wasserläufen zu beseitigen.

Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.