Deutschland: Es tut sich was

Berchtesgaden 10. Juni 2013 , 0 bis 6 UTC

Auch in den vergangenen Tagen war die Erdbebenaktivität in Deutschland und den angrenzenden Gebieten vergleichsweise hoch. Zwar war weiterhin kein großes dabei, aber eine vielzahl kleine. Die Details:

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Bayern:

Laupendahl 11. Juni 2013

Der Hydroseismische Schwarm im Berchtesgadener Land hält weiterhin an. Für gestern morgen zwischen 3 und 7 Uhr werden vom Bayerischen Erdbebendienst 6 Erdbeben zwischen M -0,1 und 1,4 gelistet. Viele weitere zwischen Magnitude -1 und 0,5 sind auf dem Seismogramm erkennbar. Auch heute.
Ein größeres gab es am Samstag gegen 16.35 Uhr. Es hatte Magnitude 1,8.

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Weiterhin kam es heute um 12.26 Uhr zu einem Erdbeben der Stärke 0,7 bei Garmisch-Patenkirchen. (Karte)

Nordrhein-Westfalen
Gelistet ist kein Erdbeben, aber auf dem Seismogramm aus Laupendahl (nahe Essen), das von der Universität Köln betrieben wird, sind gestern und heute insgesamt 8 kleine Erdbeben erkennbar, die auch an der Messstation Bensberg (nahe Köln) registriert wurden. Ausgewertet und veröffentlicht sind die Daten nicht, daher kann man nur über die genauen Erdbebendaten spekulieren. Die Epizentren lagen vermutlich im westlichen Ruhrgebiet oder im angrenzenden Rheinland. Möglich, dass es sich um bergbauinduzierte Erdbeben handelt.

Sachsen:
Vom EMSC wurde heute um 16.01 Uhr im Tschechischen Erzgebirge ein Erdbeben der Stärke 2,5 registriert. Das Epizentrum lag 43 Kilometer östlich von Dresden, nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

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Siehe auch:
Erdbeben im Schwarzwald (8. Juni 2013)
Deutschland: Erdbeben der vergangenen Tage (4. Juni 2013)

Informationsquelle(n): EMSC, seismo.uni-koeln.de, erdbeben-in-bayern.de, ZAMG

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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