Starkes Erdbeben in Venezuela – Leichte Schäden an mehreren Häusern

Ein starkes, wahrscheinlich sehr flaches Erdbeben traf um 12.10 Uhr MEZ den Nordwesten von Venezuela. Nach ersten Angaben der lokalen Behörden hatte es Magnitude 5.8 und ereignete sich in 5 Kilometern Tiefe. Das Epizentrum lag im Bundesstaat Lara nahe der Großstadt El Tocuyo, 320 km westlich von Caracas. Sollten die genannten Erdbebendaten stimmen ist mit schweren Schäden zu rechnen.
USGS und Geofon nennen jeweils Magnitude 5.5, ebenfalls in flacher Tiefe.
Auslöser des Erdbebens ist die Bocono Verwerfung, ein horizontale Verschiebung, die sich von Caracas durch den Nordwesten Venezuelas bis zur Kolumbianischen Grenze zieht. Sie bildet die Grenze der Nordanden-Platte und der Südamerikanischen Platte.
Vor einigen Stunden hat es ein Vorbeben der Stärke 2.5 gegeben.

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Update 12.33 Uhr
Die Venezuelanischen Behörden haben das Beben auf Magnitude 5.2 nach unten korrigiert. Die Tiefe lag demnach bei nur 3 Kilometern.
USGS hat basierend auf Magnitude 5.5 eine Epizentralintensität von VII errechnet.
Die Erschütterungen des Bebens waren auch in Caracas spürbar.

Update 15.38 Uhr
Nach ersten Medienberichten kam es an mehreren Orten nahe des Epizentrums zu Schäden. In vielen Häusern bildeten sich (kleine) Risse. Auch ein Krankenhaus ist betroffen. Schulen und andere öffentliche Gebäude wurden (zeitweise) evakuiert. Berichte über Verletzte gibt es noch nicht.

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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