Vietnam: Neues Erdbeben am Son Tranh-2 Stausee

Es war das stärkste Erdbeben seit Januar 2013, das die Bewohner des Bac Tra My Distrikts in der Vietnamesischen Provinz Quang Nam gestern morgen (4. April 2014) erlebt haben. Nach Angaben der Vietnamesischen Behörden hatte das Erdbeben Magnitude 3,4. Intensität IV wurde verzeichnet. Das Epizentrum lag, wie bei allen anderen Beben der letzten Jahre, am Son Tranh-2 Stausee. Informationen über Schäden infolge des Bebens gibt es nicht, aber es versetzte viele Menschen in Angst und Panik, auch wegen der Gefahr eines möglichen Dammbruchs.

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Im Herbst 2012 erschütterten viele moderate Erdbeben, ausgelöst durch den künstlichen See,  Schäden in den umliegenden Orten. Mehrere hundert Häuser waren betroffen. Kleinere Erdbeben setzten sich bis ins Jahr 2013 fort. Das bisher stärkste hatte Magnitude 4.6. Experten gehen davon aus, dass die Induzierten Erdbeben Magnitude 6 erreichen können. In dem Fall ist die Sicherheit des Staudammes, der durch die andauernden Erdbeben 2012 einige Risse erlitten hat, nicht mehr gewährleistet.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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