Nach Erdbebenrekord: Offizielle Starkbebenwarnung für Oklahoma (USA)

Nachdem bereits sehr früh in diesem Jahr der Erdbebenrekord im US-Bundesstaat Oklahoma mit mehr als 110 Beben über M 3 in einem Jahr übertroffen wurde, hat das USGS nun das erste Mal in seiner Geschichte eine Erdbebenwarnung für einen Bundesstaat östlich der Rocky Mountains ausgesprochen. Solche Warnungen werden in der Regel nach schweren Erdbeben herausgegeben, wenn gefährliche Nachbeben drohen. Grund für das aktuell erhöhte Risiko seien zu immer weiter zunehmende Anzahl von kleinen bis moderaten Beben die den nördlichen und zentralen Teil von Oklahoma erschütterten. Zuletzt lagen die Epizentren dieser Beben auch in den Vororten von Oklahoma City (siehe Karte unten).
Gewarnt wird, dass es jederzeit zu einem gefährlichen Erdbeben über Magnitude 5 kommen kann. Solche Beben haben das Potential schwere Schäden anzurichten, da Gebäude in Oklahoma meist nicht erdbebensicher konstruiert sind. Aus anderen Orten der Welt sei bekannt, dass zunehmende Aktivität an kleinen Beben das Risiko von großen Erdbeben deutlich erhöht. Ob und wann ein großes Erdbeben zuschlägt und wie stark es werden kann, kann aber nicht genau bestimmt werden.
Im Herbst 2011 wurden bei einem Erdbeben der Stärke 5.7 14 Gebäude zerstört und zwei Menschen verletzt. Ähnliches könne sich bald wiederholen.

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Zwar können natürliche Ursachen für die extreme Erdbebenaktivität nicht ausgeschlossen werden, aber immer mehr Experten sind der Meinung, dass sie umstrittene Erdgasfördermethode „Fracking“ für die Erdbeben verantwortlich ist. Fracking wird in weiten Teilen von Nord- und Zentraloklahoma angewendet

183 Erdbeben über Magnitude 3 ereigneten sich zwischen Oktober 2013 und Mitte April 2014 in Oklahoma. Werte, die einmalig in der Geschichte des Bundesstaates sind und fast an die des „Erdbebenstaates“ Kalifornien heranreichen.

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Oklahoma
Erdbeben in Oklahoma der letzten 2 Wochen (EMSC / Google Earth)

Originalartikel auf Livescience

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.
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