Zwei schwere Erdbeben im Südostpazifik – Kleiner Tsunami trifft Osterinsel

Innerhalb weniger Minuten wurden am frühen Morgen im Südostpazifik zwei schwere Erdbeben registriert. Das erste der beiden war mit Magnitude 7.0 (Geofon), bzw. 7.1 (USGS) das stärkste seit Monaten. Das zweite erreichte Magnitude 6.0 (USGS), bzw. 6.6 (Geofon). Beide Epizentren lagen weit vor der Küste, etwa 570 Kilometer südlich der Osterinsel und 3500 Kilometer westlich der chilenischen Küste.
Es ist möglich, dass durch da größere der beiden Beben ein kleiner Tsunami ausgelöst wurde. Eine Warnung wurde nicht herausgegeben, da keine Gefahr für irgendwelche Küstenlinien besteht.

Anzeige

Ursprung des ersten Erdbebens ist die Kollision der kleinen Juan Fernandez Platte mit der größeren, nordöstlich liegenden Nazca Platte. Da sich dabei eine Platte teilweise unter die andere schiebt, kommt es beim Lösen der Spannung zu einer Anhebung der oberen Platte, was einen Tsunami zur Folge haben kann.
Das zweite Erdbeben resultiert aus einer horizontalen Verschiebung innerhalb der Juan Fernandez Platte.

Update 10. Oktober
Ein Tsunami mit einer Wellenhöhe von max 47 Zentimetern hat die Osterinsel getroffen. Im Vorfeld wurden bereits 350 Bewohner zur Sicherheit aus niedrig gelegenen, küstennahen Inselabschnitten evakuiert.

Anzeige

Auch mehrere Chilenische Regionen (Festland) registrierten kleinere Wellen. An keiner Stelle kam es zu Schäden oder Verletzungen.

Osterinsel

The following two tabs change content below.
Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.
Anzeige

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei