Panik und zerstörte Häuser: Erdbebenserie in Buschehr setzt sich fort

Seit Ende vergangenen Jahres kommt es fast täglich zu moderaten Erdbeben in der iranischen Provinz Buschehr. Immer wieder trifft es das Dorf Bushkan mit knapp 1000 Einwohnern. Bisherige Beben bis Magnitude 5.2 fügten einigen Gebäuden bereits ernste Schäden zu, Erdrutsche zerstörten Straßen und töteten Nutztiere.
Ein weiteres Erdbeben mit Magnitude 5.0 am Abend des 10. Januar führte zu weiteren Schäden im Dorf.Das Epizentrum lag 20 Kilometer südöstlich von Bushkan und 100 Kilometer östlich der Regionalhauptstadt Buschehr, wo die Erschütterungen ebenfalls wahrgenommen wurden.
Ein zweites Erdbeben am morgen des 11. erreichte zwar „nur“ Magnitude 4.2, verschlimmerte aber die Schäden im Dorf drastisch: Der Grund: Das Epizentrum lag direkt am Dorfrand, so dass die Wellen des Erdbebens in 12 km Tiefe ungedämpft das Dorf erreichten. Einige alte, bereits beschädigte Gebäude stürzten ein, bei anderen gab es teils schwere Schäden. Der Katastrophenschutz („Roter Halbmond“), der seit Beginn der Serie kurz vor Weihnachten in der Region stationiert ist, hat die Hilfslieferungen aufgestockt. Nahezu alle Bewohner von Bushkan und anderen Dörfern in der Umgebung leben nun in Zelten – der Hauptgrund, warum es bisher nicht zu Verletzungen kam.

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Bushkan

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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