Schweres Erdbeben im Nordatlantik – Keine Tsunamigefahr

Kurz vor 20 Uhr MEZ trat im Nordatlantik ein schweres Erdbeben auf. Sowohl USGS als auch Geofon geben es mit Magnitude 6.9 an, nachdem es von 7.0 heruntergestuft wurde. Das Epizentrum lag am Mittelatlantischen Rücken, etwa 1500 km vor der Westküste von Irland. Aufgrund der Distanz zum Festland war das Erdbeben nicht spürbar. Tsunamigefahr besteht nicht, da es sich um eine Horizontalverschiebung handelte. Entlang dieser Blattverschiebungen driften die Nordamerikanische und die Eurasische Erdplatte, die am Mittelatlantischen Rücken auseinandergeschoben werden, aneinander vorbei.
Tsunamis entstehen ausschließlich bei vertikalen Bewegungen des Meeresgrund, wo es zur massenweise Verdrängung von Meerwasser kommt.

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10 Minuten zuvor ereignete sich ein Vorbeben der Stärke 5.5. USGS meldet ein zweites Vorbeben um 19.58 Uhr, eine Minute vor dem Hauptbeben mit Magnitude 4.9.

Update
Ein Nachbeben mit M5.3 trat um 20.33 Uhr auf. Weitere Nachbeben ähnlicher Stärke in den nächsten Stunden sind wahrscheinlich.

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Als Reaktion auf das Beben tauchte in den Listen des USGS kurzzeitig die Falschmeldung eines Erdbebens in Weißrussland auf.

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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