Erdbeben bei Tangshang lässt Häuser einstürzen

China – Ein moderates Erdbeben hat sich am Montagmittag MESZ in der chinesischen Provinz Hebei ereignet. Die Erschütterungen waren bis in die Hauptstadt Peking spürbar. Nach Angaben des chinesischen Erdbebendienstes erreichte es Magnitude 4.2. Das Epizentrum lag demnach 50 km östlich der Millionenstadt Tangshang. Auch in der Hafenstadt Tianjin waren die Erdstöße spürbar.
Ein zweites kleineres Erdbeben mit Magnitude 3.3 trat wenige Minuten später auf.

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Es wird berichtet, dass infolge des Erdbebens in mehreren Dörfern nahe des Epizentrums alte Backsteinhäuser eingestürzt sind. Weitere wurden teils schwer beschädigt. Zudem bildeten sich verbreitet Risse in Mauern. Verletzt wurde bei dem Erdbeben niemand. Genaue Informationen zu der Schadenssumme liegen noch nicht vor.
Aus Peking, Tianjin und Tangshan werden keine Schäden gemeldet.

Tangshan wurde im Jahr1976 von zwei gewaltigen Erdbeben heimgesucht, wobei hunderttausende Menschen getötet wurden und selbst im 150 km entfernten Peking noch schwere Schäden verursacht wurden. Einige Experten gehen davon aus, dass das heutige Erdbeben ein Nachbeben darstellt.

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Tangshan

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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