Zwei neue Erdbeben im Osten von Groningen

Niederlande – Die Serie der induzierten Erdbeben in der niederländischen Region Groningen setzt sich fort. Am Freitagabend waren zwei leichte Erdbeben nahe der Stadt Appingedam spürbar. Nach angaben der Königlichen Niederländischen Meteorologieinstituts erreichten die Beben Magnitude 1.7 und 2.3. Das Epizentrum des zweiten Bebens lag nur knapp 10 km vom deutschen Ufer der Emsmündung entfernt. Über Spürbarkeit in Deutschland liegen keine Informationen vor. Am Epizentrum wurden die Erschütterungen deutlich wahrgenommen. Zeugen beschreiben deutliche Vibration des Bodens, zeitgleich mit einem lauten knall. Auch das erste Beben wurde vereinzelt wahrgenommen.

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Meldungen über Schäden liegen zur Zeit noch nicht vor.

Bereits gestern hatte es zwei nicht spürbare Erdbeben der Stärke 0,8 und 1,1 gegeben.

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Seit einigen Jahren kommt es als Folge der Erdgasförderung in Groningen vermehrt zu leichten Erdbeben. Dabei wurden bereits tausende Gebäude leicht beschädigt. Als Reaktion wurde Anfang des Jahres die Fördermenge gedrosselt.

Groning

 

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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