Schweres Erdbeben im Süden von Japan

Japan – Der Süden von Japan wurde in der Nacht zum Samstag (Freitagabend, 21.51 Uhr MEZ) von einem schweren Erdbeben getroffen. Nach ersten Angaben der Japanischen Meteorologiebehörde (JMA) erreichte es Magnitude 7.0.  Das Epizentrum lag vor der Küste der südlichen Insel Kyushu, knapp 190 km südwestlich der Stadt Kagoshima. Die JMA hat eine Tsunami Advisory für die südwestlichen Küsten von Kyushu, sowie einige der Ryukyu Inseln herausgegeben. Menschen sind aufgerufen Küstenabschnitte zu meiden. Gefährliche zerstörerische Wellen (Wellenhöhe über 1 Meter) werden jedoch nicht erwartet. Der Tsunami könnte auch Küsten von Südkorea und China erreichen.

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Die Erschütterungen waren auf ganz Kyushu, Teilen von Shikoku und Honshu, sowie im Süden von Südkorea und rund um Shanghai (China) spürbar. Hohe Intensitäten wurden nicht registriert, so dass nicht mit größeren Schäden zu rechnen ist.

Update 22.20 Uhr
Der Herdmechanismus ergab, dass es sich bei dem Erdbeben um eine horizontale Verschiebung („Strike-Slip“) handelt. Somit ist nicht mit einem Tsunami zu rechnen.

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Update 23.42 Uhr
Ein 30 cm hoher Tsunami wurde auf der Insel Nakanoshima südlich des Epizentrums registriert. Schäden gab es nicht.

Update 14. November, 10.24 Uhr
In Japan haben weder Tsunami noch Erdbeben Schäden verursacht. Der Tsunami wurde an keiner anderen Station registriert.
Auf der koreanischen Insel Jejudo (Chejudo) verursachte das Erdbeben Panik. Mehrere Hotels wurden zeitweise evakuiert, da die Erschütterungen teils einige Minuten anhielten. Schäden wurden nach einer ersten Untersuchung nicht festgestellt.

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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