Starkes Erdbeben in Afghanistan – Zwei Tote in Pakistan

Afghanistan – Erneut hat ein starkes Erdbeben Teile von Zentralasien erschüttert. Das Beben ereignete sich um 19.16 Uhr MEZ. Nach ersten Angaben von Geofon erreichte es Stärke 5.8. Das Epizentrum lag in der Region Badachschan nahe der Grenzen zu Pakistan und Tadschikistan. Die Erschütterungen waren in Nordafghanistan, und Nordpakistan stark, sowie in Teilen von Indien (Kaschmir) und Usbekistan mit geringer Intensität spürbar. Zeugen aus Kabul berichten, dass das Erdbeben über eine Minute andauerte. Das Hypozentrum lag in etwa 90 km Tiefe. Beben in moderaten Tiefen haben geringere Intensitäten als flache, sind aber in einem größeren Umkreis ums Epizentrum spürbar.

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Erst vor vier Wochen (25. Oktober) hat ein Erdbeben der Stärke 7.5 im Norden von Afghanistan dort, sowie in Pakistan zu schweren Verwüstungen geführt. 397 Menschen starben.

Da die Magnitude diesmal deutlich geringer war, sind schwere Schäden unwahrscheinlich. Aufgrund des früheren Erdbebens sind vor allem bereits beschädigte Gebäude gefährdet. Die Epizentralregion ist sehr dünn besiedelt.

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Update 24. Oktober, 07.19 Uhr
Aus Pakistan wird gemeldet, dass das Beben viele Gebäude teils schwer beschädigt hat. An mindestens einem Gebäude in der Region Khyber Pakhtunkhwar stürzte das Dach ein. Eine Frau wurde direkt getötet. Ihr Sohn, der zunächst ins Krankenhaus eingeliefert wurde, starb dort wenig später.
Weitere Meldungen über Verletzte gibt es zunächst nicht. Jedoch mussten viele Menschen wegen panikbedingter Ohnmacht kurzzeitig ärztlich behandelt werden.
Auch in der Epizentralregion in Afghanistan wurden einige Schäden verursacht. Medien melden, dass dort dutzende Gebäude zerstört wurden.

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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