Starkes Erdbeben in Malatya

Türkei – Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht zum Sonntag (29.) die Provinz Malatya im Zentrum der Türkei erschüttert. Nach Angaben der Universität Kandilli erreichte das Erdbeben Magnitude 5.1. Der nationale Katastrophenschutz gibt Magnitude 5.0 an. Das Epizentrum lag nahe des Dorfes Dursunlu im Norden der Provinz. Dort traten nach ersten Meldungen die schwersten Schäden auf. Mindestens 5 Gebäude wurden schwer beschädigt. In Ort Hekimhan wurde ein 7-jähriger Junge von einer einstürzenden Wand verletzt und ins Krankenhaus gebracht. 15 weitere Personen aus umliegenden Dörfern mussten wegen Panik ebenfalls behandelt werden. Zudem stürzte das Minarett einer Moschee in Hekimhan ein. Gebäudeschäden werden auch aus dem Dorf Kocaözü gemeldet, wo mindestens drei Häuser betroffen sind. Unspezifische Meldungen gibt es aus den Dörfern Güzelyurt, Yayladamı, Sarıkız und Sarıçiçek
Genauere Untersuchungen der Schäden sollen im Tagesverlauf erfolgen.

Das Erdbeben war auch in den umliegenden Provinzen deutlich spürbar. Dutzende Nachbeben, überwiegend geringer Magnitude, traten bisher auf. Das stärkste erreichte Magnitude 3.6.

Update 14.45 Uhr
Mindestens 70 Gebäude wurden durch das Erdbeben teils schwer beschädigt. Für Betroffene kat der Katastrophenschutz Zelte und andere Hilfsgüter bereitgestellt. Die Schadensbewertung ist weiterhin im Gange.

Zeugenmeldungen
Malatya
„2:27 Uhr, 29.11.2015, aus dem Schlaf erwacht, spürbares Beben, Möbel wackelten leicht aber kein Schaden im dritten OG.“

 

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Malatya

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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