Polen: Bergmann bei Gebirgsschlag verletzt

Polen – Bei einem leichten Erdbeben infolge des Erzbergbaus in der Region Niederschlesien ist am Freitagvormittag eine Person verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich um 09.26 Uhr nahe der Stadt Lubin (Lüben), etwa 90 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Das Erdbeben erreichte Stärke 3.5. Die Erschütterungen waren in der Stadt und Umgebung deutlich spürbar. Meldungen über Gebäudeschäden gibt es zur Zeit nicht.
Untertage waren zur Zeit des Vorfalls zehn Personen am Arbeiten. Eine Person verletzte sich leicht am Arm und wurde später ins Krankenhaus gebracht. Alle Arbeiter konnten aus eigener Kraft den betroffenen Stollen in 850 Metern Tiefe verlassen.

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In den polnischen Regionen Schlesien und Niederschlesien kommt es aufgrund des massiven Bergbaus (v.a. Erz und Steinkohle) immer wieder zu teils kräftigen bergbauinduzierten Erdbeben (Gebirgsschlag), die häufig in den Städten der jeweiligen Bergwerke zu Gebäudeschäden führen. Gelegentlich kommt es auch Untertage zu Unglücken. Im April 2015 wurden nach einem leichten Erdbeben zwei Personen in einem Bergwerk in Niederschlesien eingeschlossen. Erst Wochen später konnten ihre Leichen geborgen werden.

Niederschlesein

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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