Schweres Erdbeben auf Kamtschatka

Russland – Im fernen Osten von Russland hat sich am frühen Samstagmorgen (30.) um 5.25 Uhr MEZ ein schweres Erdbeben ereignet. Betroffen war die Halbinsel Kamtschatka. Nach Angaben des United States Geological Survey erreichte das Beben Magnitude 7.2. Demnach lag der Erdbebenherd in etwa 160 Kilometern Tiefe. Das Epizentrum des Bebens lag im nahezu unbesiedelten Binnenland von Kamtschatka, etwa 110 Kilometer nördlich der Regionalhauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski. Dort waren die Erschütterungen des Erdbebens stark spürbar. Der russische Erdbebendienst registrierte in Teilen der Stadt Intensität 5 bis 6. Viele Menschen rannten infolge des Bebens auf die Straßen. Das Militär leitete Untersuchungen ein, um mögliche Schäden an Infrastruktur und wichtigen Gebäuden zu identifizieren. Bisher wurden weder aus der Stadt, noch umliegenden Orten und Militäranlagen Schäden gemeldet. Einige Bewohner berichten jedoch von herabgefallenen Gegenständen.
Zugverkehr und Flughafenbetrieb waren durch das Erdbeben nicht eingeschränkt. Auch die wichtigen Verbindungsstraßen sind intakt. Verletzt wurde nach aktuellen Angaben niemand.

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Vor der Küste von Kamtschatka subduziert die Pazifische Platte unter die Ochotsk-Platte. Daher kommt es regelmäßig zu teils starken Erdbeben. Im Mai 2013 wurde westlich von Kamtschatka ein Erdbeben der Stärke 8.3 in über 600 Kilometern Tiefe verzeichnet. Dieses gilt als das stärkste tiefe Erdbeben aller Zeiten. Obwohl es nur geringe Schäden verursachte, waren die Erschütterungen bis Indien, Osteuropa und Alaska spürbar.

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Kamtschatka

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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