Schäden durch Erdbeben in Bingöl

Türkei – Im Zentrum der Provinz Bingöl im Osten der Türkei kam es am Freitagabend zu einem moderaten Erdbeben. Nach Angaben der Universität Kandili ereignete es sich um 20.57 Uhr MESZ und erreichte Magnitude 4.4. Der Erdbebenherd lag in 5 Kilometern Tiefe, etwa 25 Kilometer der Provinzhauptstadt Bingöl. Die Erschütterungen waren in der gesamten Provinz deutlich spürbar. Viele Menschen verließen ihre Häuser in Panik und verbrachten die Nacht im Freien. Es folgten bisher nur drei spürbare Nachbeben.
Der Katastrophenschutz von Bingöl berichtet, dass es durch das Erdbeben zu leichten Schäden kam. Im Ort Ilicalar südwestlich vom Epizentrum wurden einige Wohnhäuser geringfügig beschädigt. Zudem bildeten sich lange Risse in den Säulen einer Moschee. Personen, die sich zur Zeit des Bebens in der Moschee aufhielten, blieben unverletzt.
Meldungen über menschliche Opfer gibt es zur Zeit nicht.

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Die Provinz Bingöl liegt am Ostanatolischen Störungssystem, das sich von der Provinz Adana am Mittelmeer bis nach Erzincan zieht, wo es auf die Nordanatolische Störung trifft. In den letzten 15 Jahren kam es entlang der Ostanatolischen Störungen zu einigen starken Erdbeben. Im Jahr 2003 traf es Bingöl. Durch das Beben der Stärke 6.4 wurden in der Provinz mindestens 177 Menschen getötet.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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