Zwei Verletzte bei Erdbeben in Polen

Polen – Am Bergwerk Lubin in Niederschlesien hat ein bergbauinduziertes Erdbeben zur teilweisen Evakuierung des Fördergebietes geführt. Das Erdbeben ereignete sich am Donnerstag (4.) um 11.04 Uhr. Nach Angaben des Geoforschungszentrum Potsdam erreichte es Magnitude 3.3. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Polkowice (deutsch: Polkwitz), wo die Erschütterungen deutlich spürbar waren. Über Schäden an der Oberfläche lagen zunächst keine Angaben vor. Im betroffenen Kupfer-Bergwerk wurden zwölf Bergleute evakuiert, die während des Ereignisses im Betroffenen Streckenabschnitt gearbeitet haben. Zwei von ihnen erlitten leichte Verletzungen und mussten in Krankenhäuser gebracht werden.

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In den vergangenen Tagen hat es rund um das Bergwerk Lubin mehrere Erdbeben gegeben. Das stärkste am 31. Juli erreichte dabei sogar Magnitude 4.4. Durch herabstürzende Felsen wurde dabei auf einer Strecke ein Arbeitsgerät beschädigt, aber niemand verletzt.

Die intensiven Arbeiten in den Bergbaugebieten in Schlesien und Niederschlesien führen immer wieder zu größeren Erdbeben, die Auswirkungen auf Bergwerk und Anwohner haben. Schäden an Häusern werden dabei in der Regel von den Bergwerksbetreibern finanziell entschädigt.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 11:04 Uhr (4. August)

Magnitude: 3.3

Tiefe: 1

Spürbar: ja

Schäden erwartet: möglich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: induziert (Bergbau)

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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