Oklahoma: Erdbeben in Cushing verursacht signifikante Schäden

USA – Der US-Bundesstaat Oklahoma wurde erneut von einem stärkeren Erdbeben getroffen. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte es Magnitude 5.0. Das Epizentrum lag diesmal im Norden des Staates direkt in der Kleinstadt Cushing. Die Erschütterungen waren auch über die Staatsgrenzen hinaus in Kansas, Missouri und Arkansas zu spüren.
Cushing war von dem Erdbeben stark betroffen. Es gibt, besonders im Zentrum des Ortes, zahlreiche teils größere Schäden. Teilweise stürzten Mauern und Decken ein. Anwohner berichten von einem sehr starken Erdbeben, das Möbel umgeworfen hat.

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Der Katastrophenschutz hat in einer Schule eine Notunterkunft eingerichtet. Bisher sind dort 30 Personen untergebracht, deren Häuser schwer beschädigt wurden. Der Unterricht in allen Schulen wurde für die kommenden Tage ausgesetzt. Unter den beschädigten Gebäuden ist auch das Rathaus der Stadt, sowie ein Seniorenheim, dessen Bewohner in Sicherheit gebracht werden mussten.

Direkt nach dem Erdbeben gab es zahlreiche Stromausfälle, sodass eine Beurteilung der Schäden zunächst nicht möglich war. Einige Gebäude, darunter ein Kino, mussten wegen beschädigter Gasleitungen evakuiert werden.

Bisher gibt es aus den lokalen Krankenhäusern noch keine Meldungen über mögliche Verletzte. Zahlreiche Nutzer posteten Bilder der Schäden auf Twitter.

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Das Erdbeben ist das bisher fünftstärkste in der Geschichte von Oklahoma (Nummer 1 und 4 ebenfalls 2016). Am gleichen Tag (6. Nov. Ortszeit) vor fünf Jahren hat es das erste große Erdbeben der andauernden Erdbebensequenz gegeben. Betroffen damals mit Magnitude 5.7 die Stadt Prague.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 7. November, 02:44 Uhr

Magnitude: 5.0

Tiefe: 5 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: induziert (Verpressen)

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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Die seit einigen Jahren vermehrt auftretenden Erdbeben in Oklahoma und Kansas sind folge der Injektion von Flüssigkeiten, die unter anderem bei der Erdgas- und Erdölförderung gebraucht werden, in Gesteinsschichten. Aufgrund der Erdbeben und der resultierenden Schäden wurden zuletzt, speziell im Norden von Oklahoma, vermehrt solche Injektionsbrunnen stillgelegt. Das stärkste Erdbeben im Jahr 2016 in Oklahoma erreichte Magnitude 5.8 und verursachte teils schwere Gebäudeschäden. Eine Person wurde verletzt. Das Jahr 2015 war mit über 850 Erdbeben über Stärke 3 in Oklahoma das erdbebenreichste in der Geschichte des Staates. Es wurden mehr Erdbeben registriert als im gleichen Zeitraum in allen anderen kontinentalen US-Bundesstaaten und Hawaii zusammen (ca. 700). Auch im Jahr 2016 blieb die Aktivität hoch. Immer mehr Experten gehen davon aus, dass die weiter zunehmende Erdbebenaktivität früher oder später zu weiteren schweren Erdbeben führen kann. .
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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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