Italien – Nahe der Abruzzen-Stadt L’Aquila kommt es seit einigen Tagen zu einer Serie kleinerer Erdbeben. Beginnend am 5. Januar registrierte das INGV mindestens 13 kleine Erdbeben über Magnitude zwei. Davon acht seit Sonntagmorgen (8.). Das bisher stärkste dieser Beben trat in der Nacht zu Montag auf und erreichte Magnitude 3.4. Die Epizentren aller Erdbeben lagen nahe des Ortes Pizzoli, rund 13 Kilometer vom Stadtzentrum L’Aquilas entfernt. In Pizzoli wurden die meisten der Beben deutlich wahrgenommen, die größeren, vor allem das Beben in der Nacht zu Montag, auch deutlich in L’Aquila. Schäden wurden bisher nicht registriert. Viele Anwohner nehmen die Erdbeben allerdings mit Sorge zur Kenntnis.

Pizzoli liegt zwischen den Epizentralgebieten der Erdbeben von L’Aquila (2009) und Amatrice (August / Oktober 2016).

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 9. Januar, 00:48 Uhr

Magnitude: 3.4

Tiefe: 11 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

[contact-form-7 id="2264" title="Zeugenmeldung"] In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.