Island – Unter dem Gletschervulkan Bardarbunga im Süden von Island wurden am Montagnachmittag zwei moderate Erdbeben registriert. Wie die Isländische Meteorologiebehörde mitteilt, erreichten die Beben Magnitude 4.1 und 4.3. Sie ereigneten sich in 9 bis 10 Kilometern Tiefe. Die Epizentren lagen innerhalb der Vulkancaldera, die sich im nördlichen Teil des Vatnajökull-Gletschers befindet. Es folgten mehrere kleinere Nachbeben.
Im Jahr 2014 kam es am Bardarbunga zu einer massiven Spalteneruption, die mit erheblicher Erdbebenaktivität infolge des Einsinkens der Caldera verbunden war. Seit dem kommt es, auch nach dem Ende der Eruption einige Monate später, immer wieder zu teils größeren Erdbeben. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass die Beben mit einem erneuten Aufleben der vulkanischen Aktivität verbunden sind.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 30. Januar

Magnitude: 4.3 und 4.1

Tiefe: 9 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: vulkanisch

Tsunami-Gefahr: nein

[contact-form-7 id="2264" title="Zeugenmeldung"] In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.