Verletzte und schwere Schäden durch Erdbeben in Sichuan

China – Zum wiederholten Male binnen weniger Wochen wurde der Landkreis Yibin in der chinesischen Provinz Sichuan von einem Erdbeben erschüttert. Mit Magnitude 4.9 war es diesmal deutlich stärker als die vorherigen. Wie die chinesische Erdbebenbehörde registrierte, ereignete sich das Beben in rund 12 Kilometern Tiefe. Rund um das Epizentrum waren die Erschütterungen stark spürbar. Es kam in mindestens 20 Städten zu teils schweren Schäden. Fünf Personen wurden durch Stürze und Trümmerteile leicht verletzt. Einer von ihnen wird zur Zeit in einem Krankenhaus behandelt.
Nach einer ersten Auswertung der Erdbebenschäden wurden insgesamt 520 Gebäude schwer beschädigt oder zerstört. Rund 2000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. 4358 weitere Gebäude wurden leicht beschädigt, darunter auch einige Schulen. Behörden schätzen den Schaden bisher auf rund 47 Millionen Yuan.

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Bereits am 15. und am 18. Januar wurden größere Erdbeben in Yibin verzeichnet. Zunächst gab es infolge eines Bebens der Stärke 4,2 (14 km Tiefe) einzelne Gebäudeschäden. Beim zweiten Erdbeben, das M4.3 erreichte und deutlich flacher war (5 km), waren über 1400 Gebäude betroffen.
Nach dem erneuten Erdbeben wächst die Sorge, dass es zu schweren Erdbeben kommen könnte. Behörden wiesen die Bevölkerung an, entsprechend wachsam zu sein und beschädigte Häuser nicht zu betreten. Der Katastrophenschutz stellte hunderte Zelte als Notunterkünfte für die Betroffenen bereit.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 27. Januar, 19:46 Uhr

Magnitude: 4.9

Tiefe: 12 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: Fracking (Lei et al. 2017)

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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