Philippinen – Die Stadt Surigao im Norden der Insel Mindanao wurde in der Nacht zu Sonntag (5. März) von einem starken Nachbeben getroffen. Nach Angaben der Seismologiebehörde phivolcs erreiche das Beben Magnitude 5.9. Wie beim Hauptbeben vor rund einem Monat lag das Epizentrum nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Der Erdbebenherd lag in nur 13 Kilometern Tiefe.
in Surigao kam es durch das neue Beben zu weiteren teils schweren Schäden. Lokale Medien sprechen von mehreren eingestürzten Wohnhäusern. Eine ältere Frau starb bei dem Erdbeben an den Folgen eines Herzinfarktes. Mindestens 29 Personen wurden durch Panik und herabstürzende Trümmer verletzt und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden.

Es ist das bisher stärkste Nachbeben rund um Surigao. Am 10. Februar hat ein Erdbeben der Stärke 6.6 die Stadt getroffen. Über 3000 Gebäude wurden durch das Erdbeben beschädigt. Acht Menschen kamen ums Leben, 202 wurden verletzt. Viele der Betroffenen sind noch immer in Notunterkünften unter gebracht.

Update 12:45 Uhr:
Die Zahl der Verletzten ist auf 45 gestiegen. Mindestens 13 Gebäude, darunter zwei Öffentliche Gebäude, sind durch das Erdbeben eingestürzt. Für den morgigen Monatag wird der Unterricht aller Schulen im Großraum Surigao ausgesetzt.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 5. März. 01:08 Uhr

Magnitude: 5.9

Tiefe: 13 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

[contact-form-7 id="2264" title="Zeugenmeldung"] In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).