Türkei: Starke Erdbeben in Usak und Manisa

Türkei – Ein starkes Erdbeben hat am Freitagnachmittag (21. April) den Westen des Landes getroffen. Das Epizentrum des Bebens lag in der Grenzregion der Provinzen Usak und Manisa, etwa 170 Kilometer östlich der Millionenstadt Izmir. Nach vorläufigen Angaben der türkischen Behörden erreichte es Magnitude 4.9. Ausländische Erdbebendienste sprechen von bis zu Magnitude 5.2. Die Erschütterungen waren in weiten Teilen der Westtürkei spürbar. Bis in die Metropole Istanbul 250 km nördlich vom Epizentrum reichten die Auswirkungen. Die Epizentralregion ist vergleichsweise dünn besiedelt. In umliegenden Dörfern muss jedoch mit Schäden gerechnet werden.

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Speziell im Westen der Provinz Manisa hat es in den vergangenen Wochen mehrere Erdbebenschwärme gegeben, wobei einzelne Beben um Magnitude 4 verzeichnet wurden. Die dortige Aktivität hängt nicht mit dem aktuellen Erdbeben zusammen. Größere Schäden infolge der Erdbebenschwärme wurden nicht registriert.

Update 16:19 Uhr
Ein weiteres vermutlich noch stärkeres Erdbeben hat diesmal den Westen der Provinz Manisa getroffen. Ein Gebiet, wo es in den vergangenen Tagen zu einem der genannten Erdbebenschwärme gekommen ist. Die türkischen Behörden geben es zunächst mit Magnitude 5.1 an und lokalisieren das Epizentrum nur wenige Kilometer nordöstlich der Stadt Manisa. Dort, aber auch in Izmir waren die Erschütterungen deutlich bis stark spürbar. Es ist das bisher größte Beben des dortigen Schwarmes. Die Epizentralregion ist dicht besiedelt. Da der Erdbebenherd in nur wenigen Kilometern Tiefe lag, ist mit größeren Schäden zu rechnen.

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Update 17:59 Uhr
Durch das erste Beben, das von der Universität Kandili (ebenso wie das zweite) auf Magnitude 5.1 hochgestuft wurde, habe es im Osten der Region Manisa einige kleinere Schäden gegeben, wie der Katastrophenschutz mitteilt. Rettungskräfte seien zur Zeit in dem betroffenen Gebiet im Einsatz, um Gebäude und Infrastruktur auf Schäden zu untersuchen. Meldungen über mögliche Verletzte gibt es bislang nicht.

Update 19:35 Uhr
Auch durch das zweite Erdbeben nahe Manisa wurden Schäden verursacht. Im Ort Saruhanli bildeten sich größere Risse in den Mauern einer Moschee. Auch mehrere Wohnhäuser sind betroffen.
In der zuerst betroffenen Stadt Selendi kam es außerdem zu größeren Schäden an einer Schule. Der Unterricht wird für die nächsten Tage ausgesetzt.

Update 22. April, 07:49 Uhr
Wie erwartet sind die Schäden durch das zweite Erdbeben ein wenig umfangreicher. Insgesamt sind die Auswirkungen aber überschaubar. In Serendi identifizierte der Katastrophenschutz bis zum Abend acht beschädigte und ein schwer beschädigtes Wohnhaus. Für betroffene Bewohner wurden acht Zelte als Notunterkünfte eingerichtet.
In Selendi läuft die Auswertung noch. Dort sind mehr Gebäude betroffen. Zunächst standen für Betroffene zehn Zelte zur Verfügung.

Zeugenmeldungen
Izmir
Das Bett und die Stühle schwankten (Intensität III)

Özdere
17:25 Uhr, 21.04.17, Hotel Bett mit Rollraeder hat gewackelt und Balkontür aus Glas hat vibriert. Gefühlte Dauer ca.30 sec., in leichten Wellen ansteigend.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 15:09 Uhr

Magnitude: 5.1

Tiefe: 6 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 16:12 Uhr

Magnitude: 5.1

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrscheinlich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.
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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.
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Ayla
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Ayla

Ich bin aus Ayvalik. Ich war im 3. Stock in meinem Wohnzimmer und habe mich auf der Couch gemütlich hingelegt. Auf einmal habe ich mich wie in einer Schaukel gefühlt: Es hat hin her ganz langsam gewackelt und ich habe gehört, wie von Boden langsam krachte. Mir wurde es auf einmal schwindelig. Es hat 30 Sekunden ungefähr gedauert.