Erdbebenschwarm zwischen Sizilien und Malta

Italien / Malta – Im Maltakanal wird seit Mittwoch ein Erdbebenschwarm registriert. Wie der Italienische Erdbebendienst bein INGV angibt, hat es seit dem Mittag mindestens acht Erdbeben gegeben. Zunächst bebte es um 12:18 Uhr und 12:52 Uhr mit Magnitude 3.5, bzw 3.6. Ein erstes kleineres Erdbeben folgte um 13:17 Uhr mit Magnitude 2.5. Der bisherige Höhepunkt des Erdbebenschwarmes setzte in der Nacht zu Donnerstag ein. Dort kam es mit Magnitude 3.9 zum bislang stärksten Beben dieser Sequenz. Es folgten ein Beben mit Magnitude 3.7 und drei weitere unter M3.

Das Epizentrum des Schwarms wird durch die Auswertungen des INGV nur relativ ungenau bestimmt, sodass die einzelnen Erdbeben auf einer größeren Fläche verteilt scheinen. So liegt zum Beispiel das Hauptbeben auf halben Weg zwischen Sizilien und Malta, rund 50 Kilometer von beiden Inseln entfernt, während die meisten kleineren Erdbeben 20 Kilometer nordwestlich diesem lokalisiert werden. Auf oben stehender Karte ist diese Unsicherheit grob durch einen Kreis dargestellt.

Zeugenmeldungen beim INGV aus Südsizilien geben an, dass das Hauptbeben dort vereinzelt verspürt wurde. Von Malta gibt es bislang keine Meldungen. Mit Schäden ist infolge der Beben auf jeden Fall nicht zu rechnen. Möglich ist, dass es in den kommenden Stunden weitere Erdbeben gibt.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 13. Dezember, 12:18 Uhr

Magnitude: bis M3.9

Tiefe:

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.
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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.