Starkes Erdbeben im Norden von Chile

Chile – Ein tiefes Erdbeben hat in der Nacht zum Sonntag (MEZ) weite Teile von Nordchile und angrenzender Regionen erschüttert. Das Erdbeben ereignete sich nach Angaben des Chilenischen Erdbebendienstes in der nördlichsten Region Arica. Dabei lag das Epizentrum im Hochland der Anden, etwa 110 Kilometer von der Küstenstadt Arica entfernt. Es erreichte demnach Magnitude 6.3. Die Herdtiefe des Erdbebens lag bei etwa 105 Kilometern.
Aufgrund der großen Tiefe waren die Erschütterungen sehr verbreitet zu spüren. Neben Arica waren auch die Regionen Tarapaca und Antofagasta betroffen, ebenso die südperuanischen Regionen Tacna und Arequipa und der Südwesten von Bolivien.
Die Chilenischen Behörden registrierten stellenweise hohe Intensitäten (VII). Nach dem Beben sind viele Menschen aus ihren Häusern gerannt. Meldungen über Gebäudeschäden gibt es bislang noch nicht. An einigen Stellen ist es zu kleineren Erdrutschen gekommen. Mindestens eine Straße ist davon betroffen und musste gesperrt werden.

Strom- und Wasserversorgung waren vom Erdbeben nicht betroffen. Mögliche Auswirkungen werden allerdings weiter überwacht.

Das Erdbeben ereignete sich innerhalb der subduzierten Nazca-Platte. In einer Tiefe von rund 100 Kilometern zerbricht diese, was häufig zu Erdbeben führt.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 02:06 Uhr

Magnitude: 6.3

Tiefe: 105 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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