Erdbebenserie in Nordkalifornien

USA – Mehrere Erdbeben haben sich in den vergangenen Stunden an der Küste von Nordkalifornien ereignet. In den vergangenen vier Tagen hat das United States Geological Survey (USGS) sieben Erdbeben registriert. Die beiden stärksten erreichten Magnitude 4.6, bzw. 4.7.
Zunächst kam es über mehrere Tage hinweg zu kleinen Beben um Magnitude 2. Es folgte am Donnerstag gegen 17:24 Uhr MEZ das erste größere mit Magnitude 4.6. Die Epizentren aller Beben lagen wenige Kilometer vor der Küste von Humbolt County. In umliegenden Orten, vor allem rund um Eureka und Fortuna, waren die Erschütterungen deutlich zu spüren.
Das zweite stärkere Beben folgte um 04:09 Uhr MEZ am Freitagmorgen und erschütterte die gleiche Region.
Die beiden Hauptbeben gehen auf unterschiedliche Störungszonen zurück, wie das USGS angibt. Demnach ereignete sich das erste an einer Überschiebung, die etwa senkrecht zur Küstenlinie verläuft. Das zweite resultierte aus einer Blattverschiebung (strike-slip), die etwa im 45° Winkel zur ersten Störung steht. In beiden Fällen, sowie bei den kleineren Beben, lag der Erdbebenherd in ca. 20 Kilometern Tiefe.

Schäden infolge der Erdbeben sind keine bekannt und bei der Magnitude auch nicht zu erwarten.

Die Erdbeben ereigneten sich am südlichen Rand der Cascadia-Subduktionszone, gehen aber nicht direkt auf diese Störung zurück. Mutmaßlich traten die Erdbeben innerhalb der subduzierten Juan-de-Fuca Platte an dortigen kleineren Störungen auf.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 22. März, 17:24 Uhr; 23. März, 04:09 Uhr

Magnitude: 4.6; 4.7

Tiefe: 20 - 25 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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Vorschaubild oben: USGS

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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