Schweres Nachbeben in Papua-Neuguinea

Papua-Neuguinea – Erneut hat ein schweres Nachbeben die Katastrophenregion im Zentrum der Insel Neuguinea getroffen. Es ist das stärkste Nachbeben dort überhaupt. Das Geoforschungszentrum Potsdam und das United States Geological Survey (USGS) geben dieses Erdbeben mit Magnitude 6.7 an. Ähnlich wie beim Hauptbeben vor neun Tagen (M7.5) lag das Epizentrum in an der Grenze der Regionen Western Province und Southern Highlands.
Das Beben ereignete sich mitten in der Nacht (Ortszeit). Es dürfte erneut zu schweren Schäden und möglicherweise verheerenden Erdrutschen Geführt haben. Bereits in den vergangenen Tagen ist es mehrfach durch Nachbeben, deren bisher stärkstes Magnitude 6.2 erreicht hat, zu massiven Erdrutschen gekommen, bei denen mehrere Personen getötet wurden.

Werbung

Infolge des Hauptbebens sollen rund 75 bis 80 Menschen getötet worden sein, viele von ihnen durch Erdrutsche. Rund 170.000 Menschen sind auf Unterstützung angewiesen, da viele Gebäude und Straßen zerstört wurden. Noch immer werden Menschen vermisst. Es mangelt an Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Erst Tage nach dem Erdbeben haben die meisten Gebiete Unterstützung erhalten, da die Region sehr abgelegen im Zentrum der Insel liegt und Zufahrtswege und Flughäfen zerstört wurden. Es ist die schwerste Erdbebenkatastrophe in Papua-Neuguinea seit 1998.

Update 7. März, 09:47 Uhr
Bei dem schweren Nachbeben sollen mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf lokale Quellen. Die Opfer sollen von Erdrutschen begraben und getötet worden sein. Nach einigen verschütteten werde noch gesucht. Die Opferzahl könnte weiter steigen. Auch Häuser und Straßen seien von dem neuen Erdbeben betroffen gewesen.

Werbung
Werbung

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 15:12 Uhr

Magnitude: 6.7

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Haben Sie ein Erdbeben gespürt? Falls ja, teilen Sie uns dies bitte über das unten stehende Kontaktformular mit. Bitte geben Sie auch Zeitpunkt (Datum, Uhrzeit), sowie wenn möglich Intensität und mögliche Auswirkungen des Erdbebens (Schäden, etc.) an. Um doppelte Veröffentlichungen zu vermeiden, schicken Sie für jedes Erdbeben bitte maximal eine Meldung ab. Vielen Dank.
Ihre Persönlichen Daten werden nicht veröffentlicht.
Siehe auch: Warum sammeln wir Zeugenmeldungen? und: Wann werden Zeugenmeldungen veröffentlicht??

Ihr Name / Nickname*

Ort / Stadt, wo Sie das Erdbeben gespürt haben*

Ihre E-Mailadresse

Adresse, wo sie das Erdbeben verspürt haben

Intensität, EMS 98 geschätzt*

Beschreiben Sie Ihre Wahrnehmungen so ausführlich wie Sie möchten*

Sonstiges

Hinweis: Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden

The following two tabs change content below.
Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

Werbung

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei