Starkes Erdbeben erschüttert Mosambik und Malawi

Mosambik – In der Grenzregion von Malawi und Mosambik wurde am Donnerstag ein starkes Erdbeben registriert. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) hatte das Beben Magnitude 5.6. Das Geoforschungszentrum Potsdam gibt es zunächst mit M5.5 an. Das Epizentrum des Bebens lag im Tal des Shire-Flusses, das besonders auf malawischer Seite der Grenze relativ dicht besiedelt ist. Nahe des Epizentrums befindet sich die Stadt Nsanje, Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes.
Das USGS lokalisiert den Erdbebenherd in nur sechs Kilometern Tiefe. Größere Auswirkungen an der Oberfläche und damit möglicherweise schwere Schäden sind in der Epizentralregion zu erwarten. Besonders im wirtschaftlich schwachen Gebiet rund um Nsanje, wo Gebäude überwiegend aus Lehm gebaut sind, sind größere Auswirkungen wahrscheinlich.

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Es ist das stärkste Erdbeben in dieser Region seit 1954. Malawi und Mosambik liegen am südlichen Ende des Ostafrikanischen Grabens, wo es durch Dehnung und Auseinanderbrechen der Afrikanischen Platte häufig zu kleineren Erdbeben und vulkanischen Erscheinungen kommt. Allerdings ist die Aktivität im Süden weniger stark als im zentralen oder nördlichen Teil des Grabens.

Update 12:41 Uhr
In der Malawischen Stadt Blantyre sind durch das Erdbeben mehrere Gebäude leicht beschädigt worden, wie Zeugen meldeten. An mehreren Orten der Stadt brach Panik aus und viele Menschen haben ihre Häuser und Arbeitsplätze verlassen. Im obersten Gericht der Stadt fand zur Zeit des Erdbebens eine Verhandlung statt. Im Saal brach eine Massenpanik aus. Mindestens eine Person, ein Anwalt, wurde dabei leicht verletzt.

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Update 19:28 Uhr
In Nsanje hat das Erdbeben mindestens ein Gebäude zerstört. Mehrere Schüler wurden während einer Massenpanik verletzt, als sie versuchten, aus dem Schulgebäude zu flüchten. Behörden von Malawi sind zur Zeit im Einsatz, um die Schäden in der Region genauer zu beurteilen.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 09:49 Uhr

Magnitude: 5,6

Tiefe: 6 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: möglich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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