Seltenes Erdbeben erschüttert Madhya Pradesh

Indien – Im Indischen Bundesstaat Madhya Pradesh hat ein moderates Erdbeben am Dienstagabend viele Menschen in Panik versetzt. Das Epizentrum des Bebens lag im Osten des Bundesstaates nahe der Grenze zu Uttar Pradesh. Die Indische Meteorologiebehörde gibt das Erdbeben, ebenso wie das United States Geological Survey (USGS), mit Magnitude 4.6 an. Betroffen vom Erdbeben ist demnach vor allem der Distrikt Singrauli. Das Beben traf dort die Region um das Sasan Ultra Mega Kohlekraftwerk, eines der größten Kraftwerke des Landes. Als Reaktion auf das Beben mussten Teile der Anlage kurzzeitig runtergefahren werden. In der Folge kam es zu kleineren Stromausfällen.


In der Umgebung waren die Erschütterungen des Bebens stark zu spüren, sodass viele Menschen in Panik ihre Häuser verließen. In mehreren Gebäuden bildeten sich nach ersten Medienberichten kleine Schäden, unter anderem in einem Krankenhaus. Details zu der Situation sind noch nicht bekannt. Mindestens eine Anwohnerin erlitt beim Erdbeben eine Panikattacke und musste ärztlich behandelt werden.

Neben dem Kraftwerk befinden sich ein großer Stausee sowie riesige Kohlebergwerke in der unmittelbaren Nähe des Epizentrums. Ob es im Bereich der Bergwerke zu Unfällen gekommen ist, ist bislang noch nicht bekannt.

Das Erdbeben ereignete sich in einer Region mit historisch sehr niedriger Seismizität. Daher ist es denkbar, dass es entweder durch den Bergbau oder durch den Stausee induziert wurde. Details dazu liegen aber noch nicht vor. Da das Beben nur in einem relativ geringen Radius von ca. 30 Kilometern verspürt wurde, deutet es eher auf einen Ursprung im Bergbau hin.
Bereits in den Jahren 1995 und 1996 wurden kleinere Erdbeben in Singrauli registriert.

wird fortgesetzt, sobald weitere Informationen verfügbar sind

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Anzeige

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 16:14 Uhr

Magnitude: 4.6

Tiefe:

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: möglich

Ursprung: induziert

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

The following two tabs change content below.
Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.