Erdbebenschwarm im Münstertal

Italien / Schweiz – Zahlreiche kleine bis leichte Erdbeben haben am Mittwochnachmittag und -abend das Münstertal im Schweizerisch-Italienischen Grenzgebiet erschüttert. Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) registrierte bisher zwei Aktivitätsphasen:
Während der ersten am Nachmittag gegen 15:30 Uhr wurden vier kleine Beben zwischen Magnitude 1.7 und 1.9 registriert. Es folgte ein einzelnes Beben um 17:28 Uhr mit Magnitude 1.3.
Am Abend setzte die zweite und stärkere Aktivitätsphase mit einem Magnitude 2.3 Erdbeben um 19:19 Uhr ein. Dem folgten mehrere kleine Beben binnen weniger Minuten. Das bisher stärkste ereignete sich um 19:29 Uhr und erreichte Magnitude 2.7.
Dieses war im Münstertal auf beiden Seiten der Grenze deutlich zu spüren.
Das Epizentrum des Schwarmes wird nahe der italienischen Gemeinde Taufers 20 Kilometer nördlich von Bormio und 3 Kilometer östlich von Münster im Kanton Graubünden lokalisiert. Alle Beben ereigneten sich in Tiefen von rund 10 Kilometern.
Die Aktivität kleiner Beben setzte sich auch nach dem bisherigen Hauptbeben fort. Der Italienische Erdbebendienst INGV registrierte insgesamt 10 Erdbeben zwischen 19:19 Uhr und 19:42 Uhr.

Schäden infolge der bisherigen Erdbeben sind nicht zu erwarten. Wie sich der Schwarm weiter fortsetzt, ist nicht abzusehen.

Zeugenmeldungen
Glurns (Italien)
Sassen in der Stube. Für zwei drei Sekunden ein Grollen unter den Füssen. Schon ein bisschen erschreckend. (Intensität II)

wird fortgesetzt, sobald weitere Informationen vorliegen…

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 25. April

Magnitude: bis M2.9

Tiefe: ca 10 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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