Schweres Erdbeben im Norden Alaskas

USA – Im äußersten Norden des US-Bundesstaates Alaska hat sich am Sonntagnachmittag (MESZ) ein schweres Erdbeben ereignet. Nach vorläufigen Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte dieses Beben Magnitude 6.5. Das Epizentrum lag in einer extrem dünn besiedelten Region, rund 40 Kilometer von der Küste des Arktischen Ozeans entfernt. Die Herdtiefe wird zunächst mit rund 3 Kilometern angegeben – ungewöhnlich oberflächennah für ein Erdbeben dieser Stärke. Diese Daten sind allerdings vorläufig und können nach manueller Auswertung korrigiert werden.
Mit Ausnahme einiger weniger Orte unmittelbar an der Küste befinden sich keine Siedlungen in der Nähe des Epizentrums. Dort, in den Küstenorten, waren die Erschütterungen schwach zu spüren. Mit Schäden infolge des Erdbebens ist nicht zu rechnen. Rund um das Epizentrum könnte es jedoch zu Erdrutschen kommen.

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Aus den vergangenen Jahrzehnten sind keine vergleichbar starken Erdbeben in der Region Alaskas bekannt. Es ist somit das stärkste, das dort jemals aufgezeichnet wurde. In den vergangenen Wochen hat es jedoch in einem Gebiet südwestlich des Epizentrums, ca. 50-100 Kilometer entfernt, vermehrt leichte Erdbeben gegeben.

Update 13. August, 08:35 Uhr
Aus dem einen Hauptbeben hat sich inzwischen eine starke Erdbebenserie entwickelt. Bereits am Sonntagabend (MESZ) folgte das nächste starke Erdbeben, das mit Magnitude 5.9 angegeben wird, während das initiale Hauptbeben mit M6.4 weiterhin das stärkste bleibt. Mehrere dutzend Nachbeben folgten in den vergangenen Stunden. Ausgehend vom initialen Hauptbeben breitete sich das Nachbebengebiet nach Osten aus und griff mutmaßlich auch auf benachbarte Störungszonen über. Die Epizentren der Nachbeben liegen teilweise bis zu 80 Kilometer vom Hauptbeben entfernt. Dies übersteigt die Bruchzone des Erdbebens deutlich, was darauf hindeutet, dass ein komplexes System mehrerer paralleler Strike-Slip-Störungen in dieser Sequenz aktiv ist. Da noch immer mehrere moderate Nachbeben pro Stunde auftreten (insgesamt 152 Nachbeben hat das USGS bislang registriert), ist das Risiko weiterer starker Erdbeben zur Zeit relativ hoch. Aufgrund der niedrigen Bevölkerungsdichte geht aber weiterhin keine Gefahr von den Erdbeben aus.

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Lage der Epizentren der registrierten Erdbeben (Daten: USGS)
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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 16:58 Uhr

Magnitude: 6.5

Tiefe: 3 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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