Starkes Erdbeben in Molise

Italien – Ein starkes Erdbeben hat am späten Dienstagabend weite Teile von Süd- und Mittelitalien erschüttert. Das Epizentrum des Erdbebens lag nahe der Stadt Termoli an der Adriaküste, etwa 80 Kilometer südöstlich von Pescara in der Region Molise. Erste Auswertungen ermittelten Magnitude 5.2. Diese Angabe kann nach manueller Auswertung korrigiert werden. Die Webseite ALomax registrierte Magnitude (mb) 4.9, bzw (Mw) 4.7.
Besonders entlang der Küste war das Erdbeben deutlich bis stark zu spüren. Auf der Webseite des EMSC meldeten Zeugen, dass die Erschütterungen im Norden bis nach Marken wahrgenommen wurde.
Auch im Inland sowie an der Westküste Italiens war das Beben spürbar, unter anderem in L’Aquila und Neapel. Einzelne Zeugenmeldungen kommen zudem aus dem Großraum Rom
Aufgrund der relativ hohen Magnitude muss rund ums Epizentrum mit kleineren Schäden gerechnet werden. Größere Auswirkungen sind nicht zu erwarten. Da das Erdbeben sich spät am Abend ereignete, war es relativ weit zu spüren, da geringe Intensitäten in großer Distanz zu dieser Tageszeit eher von Menschen wahrgenommen werden als tagsüber.

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Bereits Ende April hat ein schwächeres Erdbeben die selbe Region getroffen. Damals erreichte das Beben Magnitude 4.2 und der Erdbebenherd lag in 31 km Tiefe.

Update 00:14 Uhr
Das INGV gibt das Erdbeben nun mit Lokalmagnitude 4.7 an. Das Epizentrum lag demnach ca. 20 Kilometer südlich von Termoli. Nahe gelegene kleinere Orte sind unter anderem Montecilfone und Palata. Die Herdtiefe lag bei 19 Kilometern und damit relativ tief für Erdbeben in Italien.

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Update 09:02 Uhr
Das Erdbeben hat in der Umgebung des Epizentrums nur geringe Schäden verursacht. Unter anderem betroffen ist der Ort Montecilfone, wo der Bürgermeister mitteilte, dass es kleinere Schäden an den Dächern einzelner Gebäude gegeben hat. Zudem kam es in Montecilfone und Umgebung zu Stromausfällen, die bis zum Morgen wieder behoben wurden.
Weitere Schäden werden aus dem Ort Larino gemeldet, wo sich teilweise größere Risse in den Wänden eingier Häuser bildeten.
Der italienische Katastrophenschutz beurteilt am Morgen die Schäden.

Zeugenmeldungen
Montenero di Bisaccia
Ich bin von der Erschütterung geweckt worden.
Uhrzeit ca. 23:45 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt lag ich im Bett in der ersten Etage.
Wir wohnen auf einem alten Bauernhof, um uns herum befinden sich Felder. (Intensität III)

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 23:48 Uhr

Magnitude: 5.2

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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